Klare Worte zur Linkspartei

Die Blogsportler vom Untermain treten zur Zeit kräftig in die Pedale. Soeben veröffentlichte die linksjugend [’solid] – AB – MIL Erklärungen zum Austritt aus der Partei „Die Linke“. Da wird heftige Kritik geäußert und viel schmutzige Wäsche gewaschen. Die Linke kommt nicht sonderlich gut weg, sehr lesenswert.
Anders sieht es in einem Beitrag auf kommunal.blogsport.de aus, der sich als Wahlempfehlung eben für „Die Linke“ versteht, unter Verweis auf Gramscis Hegemonie-Theorie.
Kreuzchen machen oder nicht? Discuss!
Die linksjugend [’solid] bleibt Aschaffenburg übrigens erhalten, der Jugendverband ist Parteiunabhängig.

Eier auf Lafontaine in Frankfurt


5 Antworten auf „Klare Worte zur Linkspartei“


  1. 1 kommunalista 19. Mai 2009 um 12:30 Uhr

    Nur dass dies klar ist: Eine Wahlempfehlung für Die Linke aus taktischen Gründen ist keine Empfehlung, in dieser Partei zu bleiben oder ihr beizutreten. Es ist nicht einmal die Empfehlung, immer Die Linke zu wählen. Zu unterschiedlichen Zeiten an unterschiedlichen Orten gibt es halt auch untrschiedliche Möglichkeiten.

    Der Schritt der Aschaffenburg-Miltenberg solid-Aktiven geht in jedem Fall hier und heute absolut in Ordnung!

    Administrator: Ich hab deinen Kommentar mal verschoben

  2. 2 Administrator 19. Mai 2009 um 12:56 Uhr

    Aber da tut sich doch der Widerspruch auf – soll ich aus taktischen Gründen die Linke wählen obwohl sie offenbar erhebliche Probleme in der Basisarbeit hat bzw. bei der Partei einiges im Argen liegt?
    Reicht das Label „links“ aus wenn dahinter offenbar wenig linkes (klar, undefinierbar…) steckt? Ist es lohnenswert, das ausgerechnet diese Partei linke Inhalte repräsentiert? Schadet das nicht eher außerparlamentarischen, radikalen Linken, die dann eben in der wahrnehmung der Zivilgesellschaft mit der Linkspartei in einen Topf geworfen werden?

  3. 3 kommunalista 19. Mai 2009 um 13:52 Uhr

    Den Widerspruch sehe ich nicht. Politisches Denken heißt taktisches Denken. Da ist es egal, was Die Linke ist, wichtig ist nur, für was sie gehalten wird. Eine andere Partei kann derzeit diese Rolle des linken Platzhalters in den Parlamenten nicht einnehmen.

    „Schadet das nicht eher außerparlamentarischen, radikalen Linken, die dann eben in der wahrnehmung der Zivilgesellschaft mit der Linkspartei in einen Topf geworfen werden?“ Das ist nicht von der Hand zu weisen. Aber: Die außerparlamentarische linke Bewegung ist derzeit so schwach, dass jede Wahrnehmung von etwas für links Gehaltenem mir dann doch wünschenswert erscheint. Zu anderen – aktiveren – Zeiten mag das völlig anders aussehen. Und z.B. in Berlin bei einer lokalen Wahl würde ich sicher nicht auf die Idee kommen, die Linke zu wählen. Anderer Ort, anderes Verhalten … Denn heute und hier geht es um das Europaparlament.

    (Danke, dass Du den Kommentar zum richtigen Beitrag geschoben hast, hatte ich erst nach Absenden bemerkt.)

  1. 1 Vor der Bundestagswahl: Jürgen S. & Antonio G. « subradical Pingback am 02. September 2009 um 10:41 Uhr
  2. 2 (Was) wählen – Teil II « Theorie als Praxis Pingback am 25. September 2009 um 21:25 Uhr
Die Kommentarfunktion wurde für diesen Beitrag deaktiviert.



kostenloser Counter
Poker Blog