Archiv für August 2009

Vor der Bundestagswahl: Norbert G.

Wie hier schon berichtet, hat sich Norbert Geis (CSU-Bundestagsmitglied aus AB) kürzlich wieder nicht beherrschen können. Jetzt unterstützte er zusammen mit diversen anderen Rechten einen Aufruf gegen die Proteste zum „Psychotherapie und Seelsorge“-Kongress .


Plakat gegen Geis, gesehen in Marburg

Das Mitglied im Bundestags-Rechtsausschuss – und rechts darf hier ganz politisch gesehen werden! – fand aber schon früher immer wieder Möglichkeiten, die Brücke zwischen CSU und dem, was angeblich der rechte Rand sei, zu schlagen. Bei einer Pizza-Pasta-Party der Jungen Union Haibach (Landkreis Aschaffenburg) unterhielt er sich angeregt mit knallrechten Glatzen-Faschisten, andernorts kritisierte er die Teilnahme von Gerhard Schröder an den Erinnerungsfeierlichkeiten zur Landung der Alliierten in der Normandie; aber nicht etwa, weil Deutschland sich damit frech und geschichtsleugnend auf die Seite der antifaschistischen Sieger stellen wollte, sondern mit Verweis auf Helmut Kohl: „Der Kanzler solle sich ein Beispiel an Helmut Kohl nehmen, der 1984 mit US Präsident Reagan den Soldatenfriedhof in Bitburg besucht hat.“ Dort liegen auch Schergen der Waffen-SS, die Schröder damit wohl ebenfalls ehren sollte. (mehr…)

Horst Stowasser

Aus traurigem Anlass habe ich den Mitschnitt einer Veranstaltung mit Horst Stowasser vom 14.11.2006 in Aschaffenburg hochgeladen. Damals war der Hinterraum des Schwarzen Riesen mit über 50 Besuchern bis auf den letzten Platz gefüllt. Die Veranstaltung und das Ausklingen des Abends im Hannebambel ist vielen in guter Erinnerung geblieben.
Als Auftaktveranstaltung der „libertären Vortragsreihe“ läutete sie in Aschaffenburg auch ein bis heute andauerndes Aufkeimen und Wachsen der Anarchistischen Idee ein.
Horst verstarb am 29. August 2008.

Download- Was ist eigentlich Anarchie?

Nachruf

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Kunst, Kultur und Geld

„Die Hass-Liebe zum Mammon“ – unter dieser Überschrift veröffentlichte am 22. August der Main-Echo-Kulturchef Stefan Reis einige anregende Ausführungen zum Thema Kunst und Geld. Er versteigt sich allerdings gleich zu Anfang zu der etwas unklar formulierten These, dass Kunst und Kultur das Geld scheuen „wie der Teufel das Weihwasser“. Wie er angesichts der Tatsache, dass z.B. Gemälde als Wertanlagen gehandelt werden, auf diese Idee kommt, ist etwas unerklärlich. Immerhin zitiert er als Beleg für seine Annahme unseren Blog SUBRADICAL: „So wird denn der Initiator der Kleinkunst-Reihe `Blaues Klavier´, Peter Kraft (Aschaffenburg), im Aschaffenburger Schöntal via Internet-Beiträgen gedrängt, `antikommerziell´ zu bleiben: Eine für Besucher kostenfreie `Veranstaltung wie das Blaue Klavier hat eine Eigendynamik: Mehr Beteiligte, mehr Zuschauende, Beachtung der Medien. Zum Schluss kommen dann vielleicht sogar größere Sponsoren. Und aus dem eigenwilligen radikal-demokratischen und sehr charmanten Kunstereignis wird etwas, das geplant, gestaltet, durchgerechnet werden muss.´“ Stimmt, das habe ich empfohlen. Nur: Typisch für den Kulturbetrieb ist so eine Empfehlung nicht. (mehr…)

KBF Revolte – neues Elektroprojekt am Untermain

Ein neues Elektroprojekt am Untermain macht von sich reden:

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Hass-Liebe zum AKW

Da in diesem Monat bereits in zwei Main Echo-Artikeln relativ unreflektiert auf den Niedergang des Autonomen Kulturzentrums Würzburg, kurz AKW, verwiesen wurde, muss dazu jetzt mal was geschrieben werden. (mehr…)

Eine wohllöbliche Stadt!

Vorbemerkung

subradical kommt zwar aus Aschaffenburg, wird aber (hoffentlich) am ganzen Untermain gelesen. Daher kann auch mal ein Beitrag aus einer anderen Ecke unserer Region erscheinen. Wir bedanken uns daher für die nachstehende Glosse zum Miltenberger Altstadtfest, die sicherlich auch in anderen Städten und Gemeinden am Untermain in ähnlicher Form hätte geschrieben werden können.
Die nicht uninteressante Nacht der Künstler/innen (am ersten Abend des diesjährigen Altstadtfestes in Miltenberg) wird hier nicht erwähnt; aber das wäre wohl wirklich schon wieder ein anderes Thema. (mehr…)

Knapp vorbei ist auch daneben

Zum zweiten Mal in diesem Jahr ging es über die Bühne, das „Blaue Wunder“ am Blauen Klavier im Aschaffenburger Schöntal. Und es waren so viele Besucher wie noch nie seit der Gründung im Jahr 2006. 120, wie das Main-Echo berichtete, waren es aber nicht; da ist noch Ausbau möglich. Über 80 dürften es gewesen sein, darunter auch Stefan Reis, der Main-Echo-Kulturchef. Sehr treffend stellt er fest: „Neu ist der demokratische Gedanke von Kunst: Jeder darf, niemand ereifert sich als selbsternannter Kultur-Hüter und Kunst-Wächter“ (alle Zitate: Main-Echo, 01.08.09). (mehr…)




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