Archiv für November 2009

Dem Hannebambel zum 23.

Das Bambel feierte diese Woche Geburtstag. Seit 23 Jahren meistert das Kollektiv den Spagat zwischen Kommerz und politischem Anspruch und war dabei wohl noch nie so gefragt wie heute. Das Erfolgskonzept als schlichte Event-Gastronomie mit familiärem Touch abzutun wäre eine Beleidigung sondergleichen. Denn anders als bei Cena & Co verstehen sich die Bambels bestens darauf ihre Gäste immer wieder aus der starren Konsumentenrolle zu hohlen. Sei es beim Gäste-CD-Kontest, beim Popmob, der Stadtralley, dem Dancecontest und den tausend anderen Ideen, die es in den letzten Jahren so gab. Kaum eine Kneipe fordert die eigenen Gäste so heraus. Und so mancher Stammgast wurde in Borg-Manier assimiliert und fand sich verwundert hinter der Theke wieder.
Über die bewegte Geschichte des Bambels könnt ihr in diesem älteren Interview etwas erfahren. Den letzten großen Skandal gab es, als Unbekannte tatsächlich die beiden Heiligtümer – schwarz-roter Stern und den Hannebambel – ausgerechnet zum 20 Jährigen Jubiläum entführten. Da das Internet bekanntlich nichts vergisst, gibt es bei youtube noch das Erpresservideo zu sehen.

Salzburg brennt! Aschaffenburg pennt.

„Hochschulstadt“ nennt sich Aschaffenburg voller Stolz. Mit gleichem Recht könnte sich der Ort auch „Landgerichtsstadt“ oder „Krankenhausstadt“ nennen, denn auch diese Einrichtungen sind hier beheimatet. Aber „Hochschulstadt“ scheint besser zu klingen.
Was aber ist so eine Hochschule? Und was ist sie speziell in Aschaffenburg? Eine Hochschule, ganz allgemein gesagt, ist eine Anstalt vor allem zur Ausbildung künftiger Führungskräfte oder akademischer Arbeitsloser. Die hier mit dem Geld aller Bürger/innen Lernenden sollen später auf möglichst viele dieser Bürger/innen herunterschauen können. Oder – wenn es schief läuft – als Erwerbslose wenigstens noch die nichtakademischen Arbeitslosen unter sich fühlen. (mehr…)

Helau! Alaaf!! Stimmung!!!

Es ist wieder soweit. Die angeblich närrische Zeit bricht an. Sie ist zwar gerade so bieder und gewöhnlich wie auch der Rest des Jahres, aber Koma-Saufen und blödes Anbaggern erhalten nun eine höhere Weihe, die des Karnevals, des Faschings, der vermeintlich tollen Tage. (mehr…)

(Kein) Naziredner in Glattbach

Die Veranstaltung wurde abgesagt, offenbar hat der FSV Glattbach seine Räume nicht mehr zur Verfügung gestellt. Mehr Infos gibt es in den Kommentaren.

Folgende eMail erreichte heute die Verantwortlichen der Gemeinde Glattbach und des FSV Glattbach und über Umwege schließlich auch uns:

Sehr geehrte Damen und Herren,
im Internet wird für den morgigen Donnerstag (12. November) im Sportlerheim des FSV Glattbach ein Vortrag von Michael Winkler zum Thema „Die Weltlage“ angekündigt. (Die Vortragsankündigung findet sich hier: http://www.michaelwinkler.de/ASC.html)

Ist dem FSV Glattbach bekannt, dass es sich bei dem Referenten um einen bundesweit aktiven und einschlägig vorbestraften Rechtsextremisten handelt? (mehr…)

Ich subkulture, du subkulturst, sie subkulturt. Wir alle subkulturen.

Crossposting zwischendurch: „Subkultur ist die neue Bionade“ vom letzten hype aus Würzburg.

Bedenkliche Stille

In der Nacht vom 23. auf den 24. Oktober hatten Unbekannte am Neubau des türkisch-deutschen Kulturvereins (TDKV) in Elsenfeld mit Schweineblut gefüllte Luftballons gegen die Fassade geworfen und 14 rote Farbflecken hinterlassen sowie rund 40 Tieraugen vor dem Eingang der zukünftigen Moschee gelegt. Das Kommissariat Staatsschutz in Aschaffenburg übernahm die Ermittlungen. Islamrat-Sprecher Engin Karahan (Köln) sah einen Zusammenhang mit den umstrittenen rassistischen Äußerungen des Berliner Ex-Senators Thilo Sarrazin, die zu dieser Zeit durch die Medien gingen. (mehr…)

Jugendtreff Miltenberg: Überwachte Freizeitgestaltung & Frustration

„Es ist erfreulich, dass die Stadt Miltenberg über die Möglichkeiten einer sinnvollen Jugendarbeit nachdenkt. Lobenswert ist dabei auch, dass ein größeres Projekt ins Auge gefasst und daran gearbeitet wird. Doch sollte möglichst bald ein Provisorium geschaffen werden, da zu befürchten steht, dass eine perfekte Lösung noch mehrere Jahre in Anspruch nimmt. Was nützt es den heute 15-Jährigen, wenn die Verwirklichung noch zwei Jahre dauert?“ Da hat sie Recht, die Leserbriefschreiberin aus Bürgstadt (Bote vom Untermain, 03.11.09). Sie nimmt Bezug auf die Aussage der Stadt Miltenberg, die bereits vor einem vollen Jahr geschlossenen Räume der Jugendinitiative (JUI) an anderer Stelle mit anderem Konzept neu zu eröffnen.
Auch mit der nachfolgenden Feststellung liegt die Leserbreifautorin richtig: „Dass Miltenberg als Kreisstadt dabei alle, also auch Jugendliche aus angrenzenden Gemeinden, willkommen heißt, ist für mich eine Selbstverständlichkeit.“ Das aber sah der Bürgermeister der Kreisstadt nicht immer so. Geplant war von ihm, dass nur Miltenberger in einen neuen Miltenberger Jugendtreff dürfen. Dies scheint nun vom Tisch zu sein. (mehr…)




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