Beiträge von Administrator

Wir stellen die Arbeit an diesem Blog ein

Wer hier noch stöbern möchte, kann das am besten im Archiv tun.
Zahlreiche andere interessante lokale Websites findet ihr nach wie vor in der Sidebar.
Die Hauptgründe dafür sind privater und persöhnlicher Natur und deswegen hier kein Thema.
Diskutiert werden darf natürlich der Sinn und Zweck eines solchen Blogs im Allgemeinen, kritischer Kritik und liebevollen Beschimpfungen sind wir auch nicht abgeneigt.
Die Kommentare werden noch eine Weile moderiert.

Griechenland-Film im Hannebambel

Auf einem Flyer läd der „Revolutionäre Film Club“ für den 11.Mai um 20 Uhr zur Vorführung des Films „Schrei im Dezember“ ins Hannebambel ein.
Darin geht es um den Tod von Alexandros Grigoropoulos im Dezember 2008, der von Polizisten in Athen erschossen wurde. Daraufhin rollte eine Welle der Wut durch Griechenland und löste eine der größten sozialen Proteste in der Geschichte des Landes aus. Im Zuge der Wirtschaftskrise kam Griechenland bis heute nicht mehr zur Ruhe. In den letzten Wochen gipfelten die Proteste in einem Generalstreik und landesweiten Demonstrationen und Ausschreitungen aufgrund des beinahe Staatsbankrotts und der beschlossen Mitteln zur Krisenbewältigung. Dabei kamen 3 Unbeteiligte ums Leben, als eine Bank in Brand gesteckt wurde. Dieser Vorfall löste eine Debatte über Verantwortlichkeit, Mittel der Militanz und perspektiven der Proteste in der Anarchistischen und Autonomen Szene aus (z.b. hier).

Overall, in a demonstration of 150-200,000, unprecedented in the last few years, is there really a need for some “upgraded” violence? When you see thousands shouting “burn, burn Parliament” and swear at the cops, does another burnt bank really have anything more to offer to the movement?

Wer die Lage in Giechenland diskutieren möchte, dem bietet sich morgen eine gute Gelegenheit.

Rechter Konzertveranstalter im Jukuz?

Für den 19. September ist ein Metal-Konzert unter dem Titel „Assmonkeycastle Hell Night“ mit 4 Bands im Jukuz Aschaffenburg angekündigt. Soweit erstmal nix besonderes. Doch schaut man sich den Flyer (Rückseite) und die Plakate an muss man doch kurz stutzen – neben der Teufelsküche aus Aschaffenburg wirbt dort groß und breit auch das „Low Life Rebel Tattoo“-Studio aus Mömlingen. Da war doch mal was ….
Aktuell wirbt der Tattoo-Shop in der Galerie auf seiner Website unter anderem mit einem Tattoo, das einen Wehrmachtssoldaten mit dem Spruch „Sie fielen für uns“ zeigt. Es finden sich auch Tattoos mit der „Schwarzen Sonne“, einem Symbol das von der SS kreeiert und verwendet wurde. Im Logo des Shops wir mit der doppel 8 gespielt, ein beliebter Zahlencode bei Neonazis, der für den 8. Buchstaben „H“ im Alphabet steht. 88 = HH = Heil Hitler. (mehr…)

Böse Zwerge im Kunstlanding

Es gibt einen kleinen Skandal in Aschaffenburg, der sieht so aus:
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Aufgrund eines anonymen Beschwerdebriefes aus Aschaffenburg hat die Staatsanwaltschaft Nürnberg nun Ermittlungen gegen den Künstler Ottmar Hörl wegen Verdachts auf Verwendung verfassungsfeindlicher Symbole eingeleitet.
Die Austellung im kunstLANDing, bei der die Installation die Besucher grüßte, endete leider am 12.Juli.
Eine kleine Armee stramm grüßender Gartenzwerge also,

dass ist allerdings nicht nur lustig, sondern auch angemessen: Denn der Hitlergruß, der ja eigentlich der bei Mussolini geklaute Gruß der römische Caesaren ist, wurde schon von Hitler und Himmler mit viel Mühe in germanische Bahnen hineingeflunkert. Und auch der Gartenzwerg, diese Kitsch gewordene Germanenphantasterei von Waldgnomen und Zauberzwergen, ist und bleibt ein widerlich reaktionärer Gesell. Wenn man so will, offenbart sich der Gartenzwerg bei Hörl lediglich und offenbart sein Wesen. Denn es ist ein und dieselbe Haltung, aus der Gartenzwerg und Hitlergruß entstammen. frei nach

Razzia in der Unsagbar

Aktualisiert (03.07.2009):
Die Unsagbar wurde vom Ordnungsamt geschlossen, den Betreibern wird „illegale Gastronomie“ vorgeworfen. Leider gibt es bis jetzt noch keine offizielle Stellungnahme des Vereins. Lediglich im Frizz ist ein Artikel erschienen und auf der Website des FUCK e.V. wird zur Diskussion aufgerufen.

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Wegen angeblicher Drogendelikte durchsuchten Bereitschaftspolizisten Samstag früh (16.05.2009) um 4:30 Uhr einen Raucherclub in der Karlstrasse. Die Vermutung liegt nahe das es sich dabei um die allseits beliebte Unsagbar, dem Vereinsheim des Förderverein unabhängiger creativer Künste, kurz Fuck e.V., handelt. Das weitere Bestehen der Unsagbar wird nun offenbar in Frage gestellt. Bei 3 Anwesenden wurden kleinere Mengen nicht genauer bestimmter Betäubungsmittel gefunden.

Schulstreik in Aschaffenburg?

Beide Daumen hoch:

UPDATE 22.06.: Es gibt eine Pressemitteilung auf dem Blog der Autonomen Gruppe Miltenberg. Schade das es keine Mobilisierung oder Öffentlichkeitsarbeit im Vorfeld gab, da wäre sicher einiges mehr gegangen. Das Main Echo hat von der Aktion keine Notiz genommen bzw. die Pressemitteilung willentlich(?) ignoriert.

Am Freitag, 19.6.2009, beteiligten sich etwa 50 SchülerInnen an einer spontanen Demo durch Aschaffenburgs Fußgängerzone, mit einem großen Transparent und Parolen, ausgehend vom Dalberg-Gymnasium. Das ganze fand wohl im Ramen des Bundesweiten Bildungsstreiks 2009 statt. Auf der Website der Aschaffenburger Schülervertretung findet sich nichts dazu.
Wenn jemand genauere Infos hat, können die gerne als Kommentar hier hinterlegt werden.

Geis an forderster Front


Verklebt in Marburg

Der CSU-Spitzenpolitiker und Gotteskrieger Norbert Geis aus Aschaffenburg unterstützt zusammen mit diversen anderen Rechten einen Aufruf gegen die Proteste zum „Psychotherapie und Seelsorge“-Kongress. Dieser findet vom 20. – 24. Mai in Marburg statt. Etwa 1000 Menschen demonstrierten am 21. Mai erfolgreich gegen Homophobie und religiösen Fundamentalismus, es gelang das Hörsaalgebäude zu blockieren und den Kongress zu stören.
Geis findet sich nicht zum erstenmal an forderster Front im Kampf gegen alles, was nicht christlichen Wertvorstellungen entspricht.

Norbert Geis ist Vorsitzender des CSU-Kreisverbandes Aschaffenburg und rechtspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion. Als rechter Hardliner hetzte er gegen die gesetzliche Verankerung der gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaft (Geis bezeichnet Schwule als ’schwachsinnig‘ und ‚pervers‘,
Der körperliche Kontakt zu Homosexuellen sei ‚höchstgefährlich) und verteidigte die Antisemitische Rede von Martin Hohmann. via

Klare Worte zur Linkspartei

Die Blogsportler vom Untermain treten zur Zeit kräftig in die Pedale. Soeben veröffentlichte die linksjugend [’solid] – AB – MIL Erklärungen zum Austritt aus der Partei „Die Linke“. Da wird heftige Kritik geäußert und viel schmutzige Wäsche gewaschen. Die Linke kommt nicht sonderlich gut weg, sehr lesenswert.
Anders sieht es in einem Beitrag auf kommunal.blogsport.de aus, der sich als Wahlempfehlung eben für „Die Linke“ versteht, unter Verweis auf Gramscis Hegemonie-Theorie.
Kreuzchen machen oder nicht? Discuss!
Die linksjugend [’solid] bleibt Aschaffenburg übrigens erhalten, der Jugendverband ist Parteiunabhängig.

Eier auf Lafontaine in Frankfurt

Farbbeutel in Aschaffenburg

Die Aschaffenburger Marinekameradschaft ist stolz auf ihr schwimmendes Vereinsheim am Main. Die „Orion“ ist nicht irgendein Schiff, sondern das letzte Minenräumboot aus dem Zweiten Weltkrieg.
[…]
„Und anhand der Farbe grau sieht man auch noch: es ist ein militärisches Schiff“.
[…]
Die „Orion“ zählt zu den touristischen Attraktionen der Stadt Aschaffenburg.
BR-online

Das Boot wurde zwischen Dienstag, 12. Mai und Donnerstag, 14. Mai im Floßhafen mit zwei Beutel, gefüllt mit weißer Dispersionsfarbe, beworfen. Laut Polizeibericht wurde unter anderem eine Sitzbankgarnitur mit Farbe verschmiert. Auch das gegenüber liegende Denkmal wurde in Mitleidenschaft gezogen, es entstand ein Sachschaden von einigen hundert Euro. Hinweise auf Täter und Motiv werden in einer Meldung des Main Echo nicht erwähnt.
Möglicherweise mal wieder eine antimilitaristische Aktion in Aschaffenburg?
Nachtrag, 18.05.2009:
Vielleicht wäre es aber lohnender gewesen, direkt beim Rekruten-Gelöbnis in Röllbach (LK Miltenberg) am 16. Mai, Kritik anzubringen. In einem ekelhaft unkritischen Artikel des Main Echo werden Waffen und Militär, Kameradschaft, Vaterlandstreue und sonstige Tugenden des deutschen Untertans abgefeiert. Auch zwei Pfaffen gaben ihren Segen zur anstehenden Mordausbildung. Und dass, wo gerade noch alle (konservativen) Tugendwächter laut nach einem Verbot der gemeingefährlichen, weil gewalttätigen, Paintball-Spielerei schrien. Der nationalistisch-militaristische Kitsch jedenfalls erreicht pünktlich zum 60. Geburtstag auch noch das letzte Spessartkaff.

[…]In seiner Ansprache betonte der Vertreter des Kommandeurs, Oberstleutnant Peter Bienert, dass es Tradition sei, Gelöbnisse nicht hinter hohen Kasernenzäunen, sondern in der Öffentlichkeit mit den Bürgern zusammen zu begehen. Als Soldat sei man Teil der demokratischen Gesellschaft und ein Teil des Staates.
[…]
Gerade die älteren Röllbacher erinnerten sich noch an Krieg und Not, als 1944 in einer Nacht ein Drittel des Dorfes in Schutt und Asche versank.
[…]
Die von vielen Besuchern mitgesungenen Bayern- und Nationalhymne bildeten den musikalischen Rahmen. Mit ihren Schlachtrufen beendeten die Einheiten eine eindrucksvolle Feierstunde. […]
Main Echo, 16.05.2009

Nix dazu gelernt, oder wie?
Zum Glück regen sich hier und dort auch kritische Stimmen gegen die FußballWMStauffenberg100%deutschePfannikartoffelDubist-Volksgemeinschaft.
Oder frei nach dem Titanic Magazin:




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