Archiv der Kategorie 'antifaschismus'

Katastrophale Zustände

In der Asylbewerberunterkunft in Aschaffenburg herrschen katastrophale Zustände: Zu diesem Schluss sind die Macher eines TV-Berichts gekommen, der in der Abendschau des Bayerischen Fernsehens ausgestrahlt wurde. Die Journalisten fanden unter anderem eine Gemeinschaftsdusche für 60 Personen und eine freiliegende Elektroinstallation vor.
Obwohl solche Lebensbedingungen inakzeptabel sind, ist derzeit noch ungeklärt, wer die Kosten der 80 000 Euro teuren Sanierung übernimmt. (nach Main-Echo, 15.05.10)

Der Rediobericht dazu findet sich hier.

Solidarität ist machbar, Frau Nachbar!

Doch: Internationale Solidarität ist möglich, auch direkt vor Ort; und auch in der Provinz. Das beweist nicht zuletzt seit Jahrzehnten die weltweite Organisation Amnesty International. Ihre Miltenberger Kreisgruppe unterstützt mit ihrer Aktion Briefe gegen das Vergessen derzeit den Iraner Emadeddin Baghi durch eine Kampagne, in der möglichst viele Briefe an Ayatollah Sadeqh Larijani sowie in Kopie an die Botschaft der Islamischen Republik Iran in Berlin gehen. Als Beispiel für eine gute solidarische Aktion seien hier die Übersetzung des Briefes und nachstehend noch Informationen zur Situation von Emadeddin Baghi gebracht: (mehr…)

Faschistische Schmierfinke

Die Wanderhütte und die Hinweistafel des Wandervereins Neuenbuch (Ortsteil von Stadtprozelten, Kreis Miltenberg) beschmierten bisher noch unbekannte Täter mit Hakenkreuzen und NS-Runen. „Etwa 200 Meter vor der Hütte war auf der Zufahrtsstraße ein großes Hakenkreuz zu sehen. …
Der Kriminalpolizei teilte ein Zeuge mit, dass er am ersten Maifeiertag gegen 18.15 Uhr gesehen habe, wie ein tiefergelegter schwarzer Opel, vermutlich Corsa, mit TBB-Kennzeichen in den Wald fuhr. … Für die Ermittler spricht vieles dafür, dass die selben Täter auch für zwei weitere Fälle verantwortlich sind. In der Gemeinde Faulbach lassen die verwendeten Zeichen und vor allem die räumliche Nähe diesen Schluss zu. In der Nacht zum Sonntag, 28. März, war zwischen 22 und 9 Uhr ein Hakenkreuz und ein 1,90 mal drei Meter großer Schriftzug an der Turnhalle angebracht worden. … In der Nacht zum vergangenen Dienstag verunstalteten Unbekannte zwischen 19 und 8 Uhr die Skateranlage in Dorfprozelten und eine daneben stehende Holzhütte mit Hakenkreuzen und Worten mit rechtsradialem Hintergrund.“ (Bote vom Untermain, 07.05.10)

Edelweißpiratenfestival

edelweißpiratenfestival am 24.4.2010
halle 115 / wertheim

„edelweiß… wie?“
klingt traditionell – ist es auch!
hat aber nichts mit alpenverein oder oktoberfest zu tun.
edelweißpiraten waren eine gruppe kölner jugendlicher die sich kämpferisch und kreativ gegen die nazis gestellt haben und schließlich ermordet wurden.
in diesem sinne möchte auch das festival ein zeichen gegen rassismus, antisemitismus, homophobie, sexismus, staatliche repressionen setzen.

und zwar mit:
holger burner
tut das not
feine sahne fischfilet
kurzer prozess
2:38
t-killas
schöne schaisse

also für jeden was dabei !

und warum jetzt solidarität?
der erlös kommt unteranderem genossinnen zu gute die aufgrund von verschiedenen aktionen opfer staatlicher repressionen wurde.

und warum wir das jetzt schon erzählen…
damit ihr unbedingt den tollen vorverkauf nutzt und dabei die möglichkeit auf tolle gewinne habt…
und zum richtigen einstimmen empfehlen dringenst die wunderschönen „still not loving police“-soli-buttons.

Mehr Infos hier!

Die Medien, der Islam und die Formation antiislamischer Bürgerbewegungen

Zugesandter Hinweis:

Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus findet die Veranstaltung „Medien und Islam und die Formation antiislamischer Bürgerbewegungen“ statt – ein Vortrags- und Diskussionsabend mit JournalistInnen der regionalen Presse und einem Vortrag von Dr. Sabine Schiffer, Institut für Medienverantwortung, Erlangen.
Termin:
Dienstag, 16. März 201, 19:00 Uhr, Aschaffenburg, Martinushaus
Eine Gemeinschaftsveranstaltung des Stadtjugendrings, Jusmi AB, dem Bündnis gegen Rechts, der afa-Gruppe Aschaffenburg, dem AK Migration und attac Aschaffenburg-Miltenberg.

Informationsblatt herunterladen (pdf)

Nazis und Islamisten gemeinsam

Wenn jemand sich sehr freut, dann ist das doch wohl allgemein ein guter Grund, sich mitzufreuen. Oder? Leider nicht immer. Denn die knallbraunen Kameradinnen und Kameraden am Untermain freuen sich gerade über etwas, das anderswo Entsetzen auslöst. Sie feiern im Internet auf ihrer „Heimatseite“ (das heißt bei denen wirklich so!) die vorurteilsbeladene und schlicht rassistische Entscheidung der Schweizer, keine Minarette an Moscheen mehr zuzulassen. (mehr…)

(Kein) Naziredner in Glattbach

Die Veranstaltung wurde abgesagt, offenbar hat der FSV Glattbach seine Räume nicht mehr zur Verfügung gestellt. Mehr Infos gibt es in den Kommentaren.

Folgende eMail erreichte heute die Verantwortlichen der Gemeinde Glattbach und des FSV Glattbach und über Umwege schließlich auch uns:

Sehr geehrte Damen und Herren,
im Internet wird für den morgigen Donnerstag (12. November) im Sportlerheim des FSV Glattbach ein Vortrag von Michael Winkler zum Thema „Die Weltlage“ angekündigt. (Die Vortragsankündigung findet sich hier: http://www.michaelwinkler.de/ASC.html)

Ist dem FSV Glattbach bekannt, dass es sich bei dem Referenten um einen bundesweit aktiven und einschlägig vorbestraften Rechtsextremisten handelt? (mehr…)

Bedenkliche Stille

In der Nacht vom 23. auf den 24. Oktober hatten Unbekannte am Neubau des türkisch-deutschen Kulturvereins (TDKV) in Elsenfeld mit Schweineblut gefüllte Luftballons gegen die Fassade geworfen und 14 rote Farbflecken hinterlassen sowie rund 40 Tieraugen vor dem Eingang der zukünftigen Moschee gelegt. Das Kommissariat Staatsschutz in Aschaffenburg übernahm die Ermittlungen. Islamrat-Sprecher Engin Karahan (Köln) sah einen Zusammenhang mit den umstrittenen rassistischen Äußerungen des Berliner Ex-Senators Thilo Sarrazin, die zu dieser Zeit durch die Medien gingen. (mehr…)

Antifaschismus bleibt für mich unteilbar

Am 19.09.09 schickte Reinhard Frankl diesen Leserbrief als Reaktion auf einen Kommentar zum Infostand zur Eröffnung der Interkulturellen Woche an das Main-Echo, wo dieser Leserbrief bis heute nicht veröffentlicht wurde. Nun wird er zumindest in subradical publiziert. Wir danken dem Autor, dass er uns diesen Beitrag zur Verfügung gestellt hat.

In der Tat eine gute Entscheidung, den Infostand zur Eröffnung der Interkulturellen Woche nicht einer Partei weichen zu lassen, die ein nationalistisches und rassistisches Erbe angetreten hat und aus deren Wirkungskreis heraus immer wieder Gewalt gegen Menschen mit Migrationshintergrund ausbricht. Ich erlaube mir aber, die Entscheidung als selbstverständlich anzusehen. Ist der Entscheidungsträger doch immerhin am 22.02.1997 nicht dem Rat seines damaligen OBs gefolgt, zu Hause zu bleiben. In unserem Bündnis gegen Rechts und mit Hilfe 2000 weiterer Antifaschisten aus nah und fern hat er auf der Straße erkämpft, dass die NPD die Stadt nicht zu einer ihrer Aufmarschbasen machen konnte. (mehr…)

Nochmals: Vor der Bundestagswahl

„Ich bitte Sie, machen Sie von Ihrem Wahlrecht Gebrauch!“ lässt Ministerpräsident Seehofer heute im Main-Echo inserieren wie wohl in sämtlichen anderen Zeitungen in Bayern. Es ist schon seltsam: Aber ich empfehle das auch.
Über Sinn und Unsinn von Wahlen wurde auf subradical schon trefflich gestritten. Bleibt aber ein bisher wenig oder gar nicht bedachter Fakt: Falls wir wirklich wollen, dass Nazis wenig Stimmen bekommen, vielleicht sogar an der Grenze zur Wahlkampfkostenrückerstattung scheitern, dann dürfen sie im Verhältnis zu den gültig abgegebenen Stimmen eben nur einen geringen Prozentsatz erhalten. Das heißt: Jede nicht für Nazis abgegebene gültige Stimme senkt die Nazi-Prozente.
Wenn es keinen anderen Grund gibt, zur Wahl zu gehen: Wenigsten diesen gibt es.

Einen schönen Sonntag wünscht
Martin Bayer




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