Archiv der Kategorie 'antimilitarismus & frieden'

50 Jahre gegen Atomwaffen und Kriege

Einen eigenen Ostermarsch der Friedensbewegung gibt es in diesem Jahr in Aschaffenburg scheinbar nicht. Daher wird von hier aus zum Ostermarsch nach Frankfurt/Main mobilisiert. Bei der Gelegenheit sei an die inzwischen fünfzigjährige Geschichte der Ostermärsche erinnert, speziell an jene aus dem Jahr 1961. Denn von den damals fünf Demonstrationen starteten zwei in Miltenberg! Der hessische Ostermarsch führte von dort über Obernburg, Aschaffenburg nach Frankfurt. Und der Ostermarsch Süd-Westen ging ebenfalls von Miltenberg ab, führte über Mainbullau nach Amorbach und Neckarsulm, um in Stuttgart zu enden. So ist es einem Nachdruck zu entnehmen, der 1983 in einer Dokumentation veröffentlicht wurde und nun wieder bei kommunal verfügbar ist.
Zurück aus der Vergangenheit und hin zur Gegenwart: Nachstehend findet sich der in diesen Tagen versandte Aufruf zum Ostermarsch in Frankfurt 2010.

Aufruf zum Frankfurter Ostermarsch 2010:
50 Jahre gegen Atomwaffen und Kriege

Wir demonstrieren weiter! – Atomwaffen abschaffen

Was vor 50 Jahren mit dem ersten Ostermarsch in Deutschland als Widerstand gegen Atomwaffen begann, hat heute nicht nur Tradition, sondern ungebrochene Aktualität. Denn das Beharren auf atomare Besitzstände und Teilhabe – so auch durch Deutschland – verschärft die Gefahren durch vorhandene und potenziell neue Atommächte. Der Atomwaffensperrvertrag steht in diesem Jahr in der UNO erneut auf dem Prüfstand.

Afghanistan braucht eine Zukunft in Frieden

Die Bundeswehr ist kein Entwicklungshelfer in Uniform, sondern führt Krieg in Afghanistan – auch gegen die Zivilbevölkerung. Gegen den Willen der großen Bevölkerungsmehrheit in Deutschland wird die Anzahl der deutschen Truppen in Afghanistan weiter erhöht. Ziviler Aufbau ist jedoch nur durch den vollständigen Abzug der NATO-Truppen möglich, die von der dortigen Bevölkerung als Besatzungsmächte wahrgenommen und bekämpft werden.

Militär und Rüstungsproduktion führen nicht aus der Krise

Mit der andauernden Wirtschaftskrise und der zunehmenden Angst um Arbeitsplätze bieten sich Bundeswehr und Rüstungsfirmen verstärkt als Arbeitgeber an. Militär, Aufrüstung und weltweite Bundeswehreinsätze werden jedoch mit unseren Steuergeldern finanziert. Dieses Geld fehlt zunehmend für dringende Sozialausgaben und sinnvolle Arbeitsplätze.

Eine andere Welt ist machbar

Durch Politik und Medien werden Terrorismushysterie und Islamophobie geschürt. Damit werden der Abbau demokratischer Grundrechte, Aufrüstung und völkerrechtswidrige Angriffskriege zur Durchsetzung geostrategischer Interessen vorangetrieben. Die wahren Probleme der Menschheit sind jedoch andere: Armut, Hunger und drohende Klimakatastrophe erfordern gemeinsame Anstrengungen der Menschheit. Ohne eine konsequente Friedenspolitik ist keines dieser Problem lösbar.

Wir fordern deshalb von der Bundesregierung:

· Abzug der Atomwaffen aus Büchel in der Eifel

· Bundeswehr raus aus Afghanistan

· Abrüstung für Arbeitsplätze und Sozialausgaben

· Schluss mit dem Waffenhandel

· keine Kriegspropaganda und Kriegsdrohungen

V.i.S.d.P: Willi van Ooyen, Ostermarschbüro c/o Gewerkschaftshaus, W.-Leuschner-Straße 69-77,
60329 Frankfurt a.M., Tel.: 069/24249950, Fax: 069/24249951, eMail: frieden-und-zukunft@t-online.de

Vor der Bundestagswahl: Norbert G.

Wie hier schon berichtet, hat sich Norbert Geis (CSU-Bundestagsmitglied aus AB) kürzlich wieder nicht beherrschen können. Jetzt unterstützte er zusammen mit diversen anderen Rechten einen Aufruf gegen die Proteste zum „Psychotherapie und Seelsorge“-Kongress .


Plakat gegen Geis, gesehen in Marburg

Das Mitglied im Bundestags-Rechtsausschuss – und rechts darf hier ganz politisch gesehen werden! – fand aber schon früher immer wieder Möglichkeiten, die Brücke zwischen CSU und dem, was angeblich der rechte Rand sei, zu schlagen. Bei einer Pizza-Pasta-Party der Jungen Union Haibach (Landkreis Aschaffenburg) unterhielt er sich angeregt mit knallrechten Glatzen-Faschisten, andernorts kritisierte er die Teilnahme von Gerhard Schröder an den Erinnerungsfeierlichkeiten zur Landung der Alliierten in der Normandie; aber nicht etwa, weil Deutschland sich damit frech und geschichtsleugnend auf die Seite der antifaschistischen Sieger stellen wollte, sondern mit Verweis auf Helmut Kohl: „Der Kanzler solle sich ein Beispiel an Helmut Kohl nehmen, der 1984 mit US Präsident Reagan den Soldatenfriedhof in Bitburg besucht hat.“ Dort liegen auch Schergen der Waffen-SS, die Schröder damit wohl ebenfalls ehren sollte. (mehr…)

Horst Stowasser

Aus traurigem Anlass habe ich den Mitschnitt einer Veranstaltung mit Horst Stowasser vom 14.11.2006 in Aschaffenburg hochgeladen. Damals war der Hinterraum des Schwarzen Riesen mit über 50 Besuchern bis auf den letzten Platz gefüllt. Die Veranstaltung und das Ausklingen des Abends im Hannebambel ist vielen in guter Erinnerung geblieben.
Als Auftaktveranstaltung der „libertären Vortragsreihe“ läutete sie in Aschaffenburg auch ein bis heute andauerndes Aufkeimen und Wachsen der Anarchistischen Idee ein.
Horst verstarb am 29. August 2008.

Download- Was ist eigentlich Anarchie?

Nachruf

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Geis an forderster Front


Verklebt in Marburg

Der CSU-Spitzenpolitiker und Gotteskrieger Norbert Geis aus Aschaffenburg unterstützt zusammen mit diversen anderen Rechten einen Aufruf gegen die Proteste zum „Psychotherapie und Seelsorge“-Kongress. Dieser findet vom 20. – 24. Mai in Marburg statt. Etwa 1000 Menschen demonstrierten am 21. Mai erfolgreich gegen Homophobie und religiösen Fundamentalismus, es gelang das Hörsaalgebäude zu blockieren und den Kongress zu stören.
Geis findet sich nicht zum erstenmal an forderster Front im Kampf gegen alles, was nicht christlichen Wertvorstellungen entspricht.

Norbert Geis ist Vorsitzender des CSU-Kreisverbandes Aschaffenburg und rechtspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion. Als rechter Hardliner hetzte er gegen die gesetzliche Verankerung der gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaft (Geis bezeichnet Schwule als ’schwachsinnig‘ und ‚pervers‘,
Der körperliche Kontakt zu Homosexuellen sei ‚höchstgefährlich) und verteidigte die Antisemitische Rede von Martin Hohmann. via

Farbbeutel in Aschaffenburg

Die Aschaffenburger Marinekameradschaft ist stolz auf ihr schwimmendes Vereinsheim am Main. Die „Orion“ ist nicht irgendein Schiff, sondern das letzte Minenräumboot aus dem Zweiten Weltkrieg.
[…]
„Und anhand der Farbe grau sieht man auch noch: es ist ein militärisches Schiff“.
[…]
Die „Orion“ zählt zu den touristischen Attraktionen der Stadt Aschaffenburg.
BR-online

Das Boot wurde zwischen Dienstag, 12. Mai und Donnerstag, 14. Mai im Floßhafen mit zwei Beutel, gefüllt mit weißer Dispersionsfarbe, beworfen. Laut Polizeibericht wurde unter anderem eine Sitzbankgarnitur mit Farbe verschmiert. Auch das gegenüber liegende Denkmal wurde in Mitleidenschaft gezogen, es entstand ein Sachschaden von einigen hundert Euro. Hinweise auf Täter und Motiv werden in einer Meldung des Main Echo nicht erwähnt.
Möglicherweise mal wieder eine antimilitaristische Aktion in Aschaffenburg?
Nachtrag, 18.05.2009:
Vielleicht wäre es aber lohnender gewesen, direkt beim Rekruten-Gelöbnis in Röllbach (LK Miltenberg) am 16. Mai, Kritik anzubringen. In einem ekelhaft unkritischen Artikel des Main Echo werden Waffen und Militär, Kameradschaft, Vaterlandstreue und sonstige Tugenden des deutschen Untertans abgefeiert. Auch zwei Pfaffen gaben ihren Segen zur anstehenden Mordausbildung. Und dass, wo gerade noch alle (konservativen) Tugendwächter laut nach einem Verbot der gemeingefährlichen, weil gewalttätigen, Paintball-Spielerei schrien. Der nationalistisch-militaristische Kitsch jedenfalls erreicht pünktlich zum 60. Geburtstag auch noch das letzte Spessartkaff.

[…]In seiner Ansprache betonte der Vertreter des Kommandeurs, Oberstleutnant Peter Bienert, dass es Tradition sei, Gelöbnisse nicht hinter hohen Kasernenzäunen, sondern in der Öffentlichkeit mit den Bürgern zusammen zu begehen. Als Soldat sei man Teil der demokratischen Gesellschaft und ein Teil des Staates.
[…]
Gerade die älteren Röllbacher erinnerten sich noch an Krieg und Not, als 1944 in einer Nacht ein Drittel des Dorfes in Schutt und Asche versank.
[…]
Die von vielen Besuchern mitgesungenen Bayern- und Nationalhymne bildeten den musikalischen Rahmen. Mit ihren Schlachtrufen beendeten die Einheiten eine eindrucksvolle Feierstunde. […]
Main Echo, 16.05.2009

Nix dazu gelernt, oder wie?
Zum Glück regen sich hier und dort auch kritische Stimmen gegen die FußballWMStauffenberg100%deutschePfannikartoffelDubist-Volksgemeinschaft.
Oder frei nach dem Titanic Magazin:




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