Archiv der Kategorie 'medien'

Schuppige Straßenkunst

Manchmal fühlt man sich in Aschaffenburg wie in einem unfreundlichen Aquarium: Es regnet und zähnefletschende Fische lauern an allen möglichen und unmöglichen Ecken.
Schuld daran ist ein sehr fleißiger Artist, dessen Werke man auch auf flickr anschauen kann (und muss – die Halbwertszeit auf der Straße ist doch recht beschränkt). (mehr…)

Blogempfehlung

Seit Februar schreibt Claus Berninger, seines Zeichens Macher des Live-Musik Clubs „Colos-Saal“, auf einem Blog lesenwerte Artikel über das Kulturleben in Aschaffenburg und was ihn sonst noch so beschäftigt.

Wenn man über 25 Jahre lang in einer Stadt Veranstaltungen anbietet und dabei nicht die Augen verschließt, geht es gar nicht anders, man muss sich auch für Kommunalpolitik interessieren, insbesondere natürlich auch für die lokale Kulturpolitik.
Man lernt die Figuren der Stadt kennen, die Wichtigen und Wichtigtuer, die Kreativen und Negativen, riecht die Netzwerke und sieht die Verstrickungen. Fehler werden erkennbar, Skandälchen kriegt man mit, Seilschaften, Ungereimtheiten – natürlich auch positive Entwicklungen sowie viele Anekdoten, Geschichten und etliche Indiskretionen.

Lesen auf http://blog.colos-saal.de/

Zukunft als Werbegag

oder: Wo das Geld bleibt

„Raider heißt jetzt Twix – sonst ändert sich da nix!“ Kann sich noch jemand an diese Werbung erinnern? Nun, „MUTmacher“ heißt jetzt „Initiative Zukunft“ – und auch da ändert sich nichts. Eine Ansammlung von Lobeshymnen auf die ehrenamtliche Tätigkeit und bezahlte Lobhudeleien auf die heimische Industrie, den örtlichen Handel und die lokalen Dienstleistungen. Ja, bezahlt. Denn was wie redaktionelle Beiträge aussieht, sind in den meisten Fällen kommerzielle Anzeigen, offensichtlich nur garniert mit kostenfrei gedruckten Vorstellungen sozialer (ehrenamtlicher) Projekte.
Das im halben Zeitungsformat erscheinende Anzeigen-Heft aus dem Miltenberger NEWS-Verlag wird seit diesem Monat im Landkreis Miltenberg und darüber hinaus „an ausgewählten Stellen im Rhein-Main-Gebiet“ (Wochenblatt des NEWS-Verlags, 09.12.09) mit angeblich 70.000 Exemplaren in die Briefkästen gesteckt oder anderweitig verteilt. Wie oft es erscheinen soll, ist derzeit nicht ganz klar. In jedem Fall: Eine gigantische Verschwendung, die nur durch die schlichte Wahrheit übertroffen wird, dass noch viel mehr Anzeigenzeitungen gratis – aber nicht wirklich kostenfrei – in unsere unschuldigen Briefkästen gestopft oder in Kneipenecken zum Mitnehmen hingeworfen werden. Grund genug, einen älteren Beitrag (erschienen bei de.indymedia.org, 22.06.06) leicht überarbeitet noch einmal zu bringen. Aus aktuellem Anlass also. Und weil wir damit beweisen, dass Informationen aus unserem Umfeld auch nach Jahren noch interessant und richtig sind.
(mehr…)

Angstmache gegen Moscheebau

Mittlerweile habe ich mit ein paar Leuten gesprochen, welche die CSU-Veranstaltung zum Moscheebau in Schweinheim besucht haben. Die meisten äußerten sich ziemlich enttäuscht über die gesammte Veranstaltung. Von der CSU wurde der Bauantrag entgegen der Ankündigung nicht vorgestellt, stattdessen übergab man das Wort an den (unvorbereiteten) Vorsitzenden des islamischen Arbeitervereins, Mohammed El Ouaamari. Der Leiter der Veranstaltung, der CSU Kreisvorsitzende Winfried Bausback, schaffte es übrigens keine einziges mal den Namen von El Ouaarmari richtig auszusprechen. So viel zum Thema Respekt. So ging es dann in der Diskussion auch nicht mehr um den konkreten Moscheebau, sondern es wurde wild gegen den Islam als solchen gewettert. (mehr…)

Helau! Alaaf!! Stimmung!!!

Es ist wieder soweit. Die angeblich närrische Zeit bricht an. Sie ist zwar gerade so bieder und gewöhnlich wie auch der Rest des Jahres, aber Koma-Saufen und blödes Anbaggern erhalten nun eine höhere Weihe, die des Karnevals, des Faschings, der vermeintlich tollen Tage. (mehr…)

Ich subkulture, du subkulturst, sie subkulturt. Wir alle subkulturen.

Crossposting zwischendurch: „Subkultur ist die neue Bionade“ vom letzten hype aus Würzburg.

Interview im Frizz

Schnappt euch irgendwo die (der, das) neueste Frizz und schlagt die seiten 16 und 17 auf. Dort findet ihr ein kleines Interview mit mir über Subradical. Danke nochmal für die Gelegenheit.
Dazu muss ich jetzt aber doch noch kurz was anmerken. Im Zuge der Überarbeitung wurde ein Satz von mir ein bisschen merkwürdig umformuliert, statt „Neoliberale Wirkungen sind das.“ sollte es eigentlich nur „Neoliberale Nebenwirkungen.“ heißen. Dann macht meine Aussage auch mehr Sinn.
Das „basisdemokratische Parteiensystem“ (im Vorwort) ist eigentlich auch ein Paradoxon, da Basisdemokratie den Anspruch hat, ohne Repräsentanten auszukommen. Ganz im Gegensatz zu der repräsentativen Demokratie mit Abgeordneten und Parteien wie wir sie in der BRD haben.

Moscheebau zu Aschaffenburg

update:
Auch die Republikaner sind mit einer Sonderseite im Internet auf den Protestzug aufgesprungen und argumentieren ähnlich wie die JU und die NPD.
Mittlerweile (September) kündigt die NPD eine Kampagne gegen den Moscheebau unter dem Motto „Moschee geplant – Rathaus schweigt!“ an. Hier zu Dokumentationszwecken der eigens dafür gedruckte Flyer der NPD.

Martin19: wir haben jeden donnerstag ein treffen, bei dem wir den moscheebau besprechen.
wenn ihr lust habt euch unser gespräch mal anzuhören, dann wendet euch bitte an mich
[…]
ich finde dass wir kern-deutsche gegen die moschee zusammenhalten sollten und uns nicht gegenseitig zerfleischen sollen
[…]
Quelle (Es wurden Beiträge gelöscht, die allerdings über den Google-Cache noch abrufbar sind)

Wir berichten aus der Selbsthilfegruppe gegen den Untergang des Abendlandes, speziell des Aschaffenburgers.
Mitte Juli wurde der Bevölkerung schonend – Unterüberschrift im Main Echo: Kein Gebetsruf vom Turm – die Pläne des Islamischen Arbeitervereins bekannt gegeben. Der zu erwartende reflexartige Aufschrei der Öffentlichkeit fiel überraschend bescheiden aus, zumal die CSU sich auffällig bedeckt hält. In einem Leserbrief an das Main Echo wird die Gründung einer Bürgerinitiative gegen den Moscheebau angeregt, eine Informationsveranstaltung der CSU wurde wohl aus Wahlkampftaktischen Gründen auf einen unbestimmten Termin verschoben. (mehr…)

Kunst, Kultur und Geld

„Die Hass-Liebe zum Mammon“ – unter dieser Überschrift veröffentlichte am 22. August der Main-Echo-Kulturchef Stefan Reis einige anregende Ausführungen zum Thema Kunst und Geld. Er versteigt sich allerdings gleich zu Anfang zu der etwas unklar formulierten These, dass Kunst und Kultur das Geld scheuen „wie der Teufel das Weihwasser“. Wie er angesichts der Tatsache, dass z.B. Gemälde als Wertanlagen gehandelt werden, auf diese Idee kommt, ist etwas unerklärlich. Immerhin zitiert er als Beleg für seine Annahme unseren Blog SUBRADICAL: „So wird denn der Initiator der Kleinkunst-Reihe `Blaues Klavier´, Peter Kraft (Aschaffenburg), im Aschaffenburger Schöntal via Internet-Beiträgen gedrängt, `antikommerziell´ zu bleiben: Eine für Besucher kostenfreie `Veranstaltung wie das Blaue Klavier hat eine Eigendynamik: Mehr Beteiligte, mehr Zuschauende, Beachtung der Medien. Zum Schluss kommen dann vielleicht sogar größere Sponsoren. Und aus dem eigenwilligen radikal-demokratischen und sehr charmanten Kunstereignis wird etwas, das geplant, gestaltet, durchgerechnet werden muss.´“ Stimmt, das habe ich empfohlen. Nur: Typisch für den Kulturbetrieb ist so eine Empfehlung nicht. (mehr…)

Hass-Liebe zum AKW

Da in diesem Monat bereits in zwei Main Echo-Artikeln relativ unreflektiert auf den Niedergang des Autonomen Kulturzentrums Würzburg, kurz AKW, verwiesen wurde, muss dazu jetzt mal was geschrieben werden. (mehr…)




kostenloser Counter
Poker Blog