Archiv der Kategorie 'politik & widerstand'

MAO hat Daten zu Aschaffenburg

Da sag mal einer, Internetrecherche würde nichts bringen. Bereits ein nur kurzer Blick in die Seiten des MAO-Projektes (Materialien zur Analyse von Opposition) brachte es an den Tag: Da gibt es eine Auflistung von interessanten Ereignissen aus den frühen Jahren der linken Bewegung in unserer Region. Eine kurze Email am gestrigen Abend führte sogleich zur Erlaubnis des Nachdrucks auf kommunal.tk und zum Versprechen von Jürgen Schröder, auch die wenigen vorhandenen Daten aus dem Kreis Miltenberg alsbald online zu stellen.

Für die Älteren unter uns mögen wehmütige oder auch wütende Erinnerungen mit den bei MAO publizierten Daten verbunden sein. Die Jüngeren mögen die Vielfalt der Gruppen, die Aktionen, aber auch den Dogmatismus und die Spaltungen bewundern oder auch belächeln. In jedem Fall sind diese Ereignisse Teil unserer Geschichte:

Zu den frühen Jahren der linken Bewegung in Aschaffenburg und Main-Spessart, 1969 – 1980 (gefunden auf http://www.mao-projekt.de/)

Vielleicht fühlt sich jetzt mancher der Älteren unter uns angeregt, alte Dokumente zur Verfügung zu stellen; diese bitte einscannen und an kommunal@gmx.net senden. Danke!

Griechenland: Flüchtlinge & Sozialabbau


Aus einer interessanten Presseerklärung der DAGA (Deutsch-Ausländische Gesellschaft Alzenau) vom 13.05.2010:

Bei der Jahreshauptversammlung der DAGA wurde die aktuelle Initiative von „Pro Asyl“diskutiert.
In den vergangenen zwei Jahren sind über Zehntausend Kinderflüchtlinge in Griechenland gestrandet. Viele von ihnen sind ohne jegliche Begleitung aus Ländern wie Afghanistan und Somalia geflohen. Wenn sie in Griechenland erstmals das Gebiet der Europäischen Union betreten, bedeutet das jedoch keineswegs Schutz oder ein Ende ihres Leidenswegs. Regelmäßig werden auch Kinder unter menschenunwürdigen, gesundheitsgefährdenden Bedingungen inhaftiert und danach einfach auf die Straße gesetzt. Nichts und niemand schützt sie vor Ausbeutung und Gewalt, sie wissen nicht wohin. Die DAGA unterstützt eine Postkarten-Aktion, in der „Pro Asyl“ an den Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière und die EU-Kommissarin für Inneres, Cecilia Malmström, appelliert, sich persönlich für den Schutz der Kinderflüchtlinge einzusetzen:
- Kinder dürfen in der Europäischen Union keinesfalls eingesperrt, drangsaliert und schutzlos auf die Straße gesetzt werden.
- Das Wohl des Kindes hat oberste Priorität. Im Interesse der Kinder muss eine humanitäre Lösung gefunden werden. Eine Aufnahme in Deutschland und anderen EU-Staaten ist zu organisieren.
  (mehr…)

[`solid] Aschaffenburg solidarisch

Die Linksjugend [`solid] Aschaffenburg schreibt:

Die Linke hats geschafft! Mit 5,6% ist sie erstmalig in den NRW Landtag eingezogen.
Soweit so gut.
Aber was kommt jetzt?!
Knallharter Oppositionskurs, bestehend aus Kapitalismuskritik, das Aufzeigen von Alternativen zum Kapitalismus, Antifaschismus, konsequente Friedens- und Abrüstungspolitik, für demokratische Rechte und für kostenlose Bildung?
Von wegen.
Die Linke führt allen Ernstes mit SPD und Grünen derzeit Sondierungsgespräche um als Mehrheitsbeschaffer nun endlich am Fleischtopf der Macht zu sitzen.
Wir solidarisieren uns mit unseren GenossInnen der linksjugend [`solid] Aachen.

mehr dazu hier

Mahle-Konzern: Übernahme auf Kosten der Belegschaft

Beim Mahle Werk 8 in Alzenau wurde die Schließung mit 2 Jahren Kurzarbeit und einem Jahr Beschäftigungsgesellschaft verkleidet. Bei Behr Werk 8 werden jetzt 3 Jahre Transfergesellschaft verhandelt. Worum geht es? Die Leute sind so oder so in 100% Kurzarbeit, bezahlt aus unseren Beiträgen. Es gibt Aufzahlungen, teilweise Weihnachts- und Urlaubsgeld, aber das alles wird von der Abfindung abgezogen.
Meistens werden noch Versprechungen gemacht, wie die Suche nach neuen Produkten für Alzenau, von denen von vorneherein klar ist, dass sie nicht ernst gemeint sind.

Dies ist ein Auszug aus einem Bericht in der Online-Zeitschrift TREND zur Übernahme der Firma Behr durch Mahle; der ganze Text findet sich hier.

Ein Kruzifix und Männer in Frauenkleidern

Nicht weniger als den Einsatz des Paragraf 166 StGB („Beschimpfung des religiösen Bekenntnisses“) fordert Aschaffenburgs CSU-Bundestagsabgeordneter Norbert Geis. Was ist geschehen? Lassen wir ihn selbst berichten (zitiert nach kath.net): „Das Titelbild der Aprilausgabe des Satiremagazins `Titanic´ nimmt die Missbrauchsskandale in der katholischen Kirche zum Anlass, einen katholischen Bischof zu zeigen, der seinen Kopf dem Geschlechtsbereich des gekreuzigten Heilands zuneigt. … Zumindest mit diesem Hinweis auf den Missbrauchsskandal ist die Abbildung der Haltung des Bischofs eindeutig. Nur ein sehr einfältiges Gemüt kann dies anders deuten.“


Titanic vom April (Titelbild) und Mai 2010 (Reaktionen); Foto: Archiv kommunal

(mehr…)

Solidarität ist machbar, Frau Nachbar!

Doch: Internationale Solidarität ist möglich, auch direkt vor Ort; und auch in der Provinz. Das beweist nicht zuletzt seit Jahrzehnten die weltweite Organisation Amnesty International. Ihre Miltenberger Kreisgruppe unterstützt mit ihrer Aktion Briefe gegen das Vergessen derzeit den Iraner Emadeddin Baghi durch eine Kampagne, in der möglichst viele Briefe an Ayatollah Sadeqh Larijani sowie in Kopie an die Botschaft der Islamischen Republik Iran in Berlin gehen. Als Beispiel für eine gute solidarische Aktion seien hier die Übersetzung des Briefes und nachstehend noch Informationen zur Situation von Emadeddin Baghi gebracht: (mehr…)

Wir sind gekommen, um zu bleiben!

Der gestrige Samstag brachte der Miltenberger Innenstadt mal wieder eine bunte Bereicherung. Knapp 20 junge Leute aus der JuZ (Jugendinitiative für ein unabhängiges Zentrum) zogen vom Bahnhof durch die Innenstadt, liefen demonstrierend mehrfach durch die Fußgängerzone und erläuterten mit Transparenten, Flugblättern und Megaphon-Durchsagen ihre Ziele. Am historischen Markplatz richteten sie sich dann ein, grillten „vegane Schnitzel“ und forderten die Zuschauenden auf, sich an Essen und Trinken (Softgetränke und Bier – leider Öttinger) zu bedienen, was erwartungsgemäß nicht auf sonderlichen Zuspruch stieß. So verzehrten die JuZ-Leute die Sachen halt selbst.
Die Polizei beschränkte sich – nachdem sie vor dem Abmarsch am Bahnhof kurzfristig telefonisch über die Eilveranstaltung informiert worden war – auf eine Begleitung in die Innenstadt und erschien dann erst später wieder, um das Ende der Veranstaltung anzumahnen. Die Presse kam mit einer Fotografin und auch die Touristen fotografierten und filmten die Demonstration. (mehr…)

1. Mai – eine Nachbetrachtung

12. Mai, Zeit genug vergangen, um ein Resümee des 1. Mai 2010 am bayerischen Untermain zu versuchen. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in Aschaffenburg hat sich noch nicht zu seiner Mai-Demonstration geäußert; daher sei nur auf seinen Aufruf verwiesen, mit dem er zur Mai-Demo aufgefordert hat. Auch die Freie Arbeiter/innen-Union (FAU) mit ihrem Syndikat am Untermain hat noch keine Auswertung veröffentlicht, daher auch bei ihr nur der Aufruftext, der sich dann doch gewaltig von dem des DGB unterscheidet! (mehr…)

B9 – Kulturlabor und Infoladen in Aschaffenburg ist eröffnet

Leicht gekürzt bringen wir die Rede, die eine Vertreterin von AbaKuZ am letzten Samstag anläßlich der Eröffnung des AbaKuZ-Zentrums B9 – Kulturlabor und Infoladen gehalten hat.


Fotos: Archiv kommunal

Es ist für uns unglaublich, hier gemeinsam mit Gästen bei der Eröffnung unserer eigenen Räumen zu stehen! Seit der Gründung 2003 haben wir keine passenden Räume für unsere Idee finden können. Zwischenzeitlich hatten wir schon Angst, dass wir uns in „Abakuz -Verein ohne Räume e. V.“ umbenennen müssen!
Auf den Weg zu unserem neuen Vereinsdomizil haben wir dafür viele Leute kennengelernt! Sämtliche Immobilienmakler der Stadt, den Bürgermeister der Stadt aber auch viele Einrichtungen, in denen wir alternativ unsere Konzerte, Vortragsveranstaltungen und Partys machen konnten. Wir haben wertvolle Kontakte und Freundschaften schließen können, mit Leuten, die ebenfalls im kulturellen und politischen Bereich engagiert sind und mit denen wir hoffentlich in Zukunft noch mehr auf die Beine stellen können. (mehr…)

Griechenland-Film im Hannebambel

Auf einem Flyer läd der „Revolutionäre Film Club“ für den 11.Mai um 20 Uhr zur Vorführung des Films „Schrei im Dezember“ ins Hannebambel ein.
Darin geht es um den Tod von Alexandros Grigoropoulos im Dezember 2008, der von Polizisten in Athen erschossen wurde. Daraufhin rollte eine Welle der Wut durch Griechenland und löste eine der größten sozialen Proteste in der Geschichte des Landes aus. Im Zuge der Wirtschaftskrise kam Griechenland bis heute nicht mehr zur Ruhe. In den letzten Wochen gipfelten die Proteste in einem Generalstreik und landesweiten Demonstrationen und Ausschreitungen aufgrund des beinahe Staatsbankrotts und der beschlossen Mitteln zur Krisenbewältigung. Dabei kamen 3 Unbeteiligte ums Leben, als eine Bank in Brand gesteckt wurde. Dieser Vorfall löste eine Debatte über Verantwortlichkeit, Mittel der Militanz und perspektiven der Proteste in der Anarchistischen und Autonomen Szene aus (z.b. hier).

Overall, in a demonstration of 150-200,000, unprecedented in the last few years, is there really a need for some “upgraded” violence? When you see thousands shouting “burn, burn Parliament” and swear at the cops, does another burnt bank really have anything more to offer to the movement?

Wer die Lage in Giechenland diskutieren möchte, dem bietet sich morgen eine gute Gelegenheit.




kostenloser Counter
Poker Blog