Archiv der Kategorie 'subkultur & freiräume'

Wir sind gekommen, um zu bleiben!

Der gestrige Samstag brachte der Miltenberger Innenstadt mal wieder eine bunte Bereicherung. Knapp 20 junge Leute aus der JuZ (Jugendinitiative für ein unabhängiges Zentrum) zogen vom Bahnhof durch die Innenstadt, liefen demonstrierend mehrfach durch die Fußgängerzone und erläuterten mit Transparenten, Flugblättern und Megaphon-Durchsagen ihre Ziele. Am historischen Markplatz richteten sie sich dann ein, grillten „vegane Schnitzel“ und forderten die Zuschauenden auf, sich an Essen und Trinken (Softgetränke und Bier – leider Öttinger) zu bedienen, was erwartungsgemäß nicht auf sonderlichen Zuspruch stieß. So verzehrten die JuZ-Leute die Sachen halt selbst.
Die Polizei beschränkte sich – nachdem sie vor dem Abmarsch am Bahnhof kurzfristig telefonisch über die Eilveranstaltung informiert worden war – auf eine Begleitung in die Innenstadt und erschien dann erst später wieder, um das Ende der Veranstaltung anzumahnen. Die Presse kam mit einer Fotografin und auch die Touristen fotografierten und filmten die Demonstration. (mehr…)

B9 – Kulturlabor und Infoladen in Aschaffenburg ist eröffnet

Leicht gekürzt bringen wir die Rede, die eine Vertreterin von AbaKuZ am letzten Samstag anläßlich der Eröffnung des AbaKuZ-Zentrums B9 – Kulturlabor und Infoladen gehalten hat.


Fotos: Archiv kommunal

Es ist für uns unglaublich, hier gemeinsam mit Gästen bei der Eröffnung unserer eigenen Räumen zu stehen! Seit der Gründung 2003 haben wir keine passenden Räume für unsere Idee finden können. Zwischenzeitlich hatten wir schon Angst, dass wir uns in „Abakuz -Verein ohne Räume e. V.“ umbenennen müssen!
Auf den Weg zu unserem neuen Vereinsdomizil haben wir dafür viele Leute kennengelernt! Sämtliche Immobilienmakler der Stadt, den Bürgermeister der Stadt aber auch viele Einrichtungen, in denen wir alternativ unsere Konzerte, Vortragsveranstaltungen und Partys machen konnten. Wir haben wertvolle Kontakte und Freundschaften schließen können, mit Leuten, die ebenfalls im kulturellen und politischen Bereich engagiert sind und mit denen wir hoffentlich in Zukunft noch mehr auf die Beine stellen können. (mehr…)

Mai-Randale in Miltenberg?

Nachdem das Main-Echo bzw. seine Miltenberger Heimatzeitung Bote vom Untermain die Pressemitteilung der AuGruM bis heute nicht berücksichtigt hat, bringen wir sie einschließlich der Vorbemerkung in voller Länge:

Wer am Sonntag die „Prima-Sonntag“ im Briefkasten hatte, Montagmorgen den „Boten vom Untermain“ aufschlug oder wer sich einfach nur am Wochenende die Presseberichte der Miltenberger Polizei ansah, konnte schnell zu dem Eindruck kommen, dass es in Miltenberg zu richtigen „Mai-Krawallen“ durch Autonome kam, vergleichbar mit Hamburg oder Berlin. (mehr…)

Auch wir freuen uns tierisch!

Pressemitteilung der JuZ (Jugendinitiative für ein unabhängiges Zentrum) zu den Zeitungsartikeln „Stadt plant Jugendtreff“ (17.03.) und „Jugendbeauftragter freut sich tierisch über Treff“ (19.03.)

Auch wir freuen uns tierisch!

Wie den letzten Zeitungsartikeln zu entnehmen war, kommt von Seiten der Stadtverwaltung Bewegung in die Jugendtreff-Problematik von Miltenberg. Wir finden es allerdings schade, dass es scheinbar keine Bestrebungen gibt, die JuZ in die Gespräche zwischen Stadtverwaltung und dem „Fachmann“ einzubeziehen. Seit über einem Jahr engagieren wir uns für das von uns ausgearbeitete Konzept des Mil-Z (Miltenberger Zentrum). Dieses Konzept wird stetig weiterentwickelt und ist auf www.mil-z.de.vu nachzulesen. Daher wünschen wir uns, in diese Gespräche eingebunden zu werden.

Für eine wirklich sinnvolle Arbeit wären aber – wie in unserem Konzept schon gesagt – mehrere Räume nötig, zum Beispiel zur Einrichtung eines Bandprobe- oder Werkraums. Die geplanten Räumlichkeiten scheinen solche Möglichkeiten nicht vorzusehen. Positiv ist allerdings, dass jetzt wenigstens etwas als „Provisorium“ da ist. Wir möchten an dieser Stelle aber auch daran erinnern, dass die Räume der Alten Volksschule der damaligen Jugendinitiative JUI auch als „Übergangslösung“ übergeben wurden. Diese sogenannte Übergangslösung blieb jedoch 25 Jahre lang bestehen (also bis zur Schließung im Jahre 2008), obwohl von Anfang an bekannt war, dass sie ungeeignet sind. Wir möchten verhindern, dass sich dies wiederholt. Nach wie vor wünschen wir uns das Jugendzentrum in Selbstverwaltung mit regelmäßigen Vollversammlungen, um alle interessierten Jugendlichen in das Geschehen einzubinden. Denn unser Problem ist eben nicht – wie oft fälschlicherweise angenommen – der Jugendpfleger! Wir sind vielmehr dazu bereit, mit diesem Jugendpfleger zusammenzuarbeiten und mit ihm unser Konzept zu verwirklichen.

Im Zeitungsartikel wurde des Weiteren von gewaltbereiten Jugendlichen gesprochen, die die Räumlichkeiten nicht betreten werden. Hier würden wir gerne wissen was mit „gewaltbereit“ gemeint sein soll. Eine weitere Frage wäre, wie die Besucher vorsorglich in „gut“ und „böse“ geteilt werden sollen? Zudem sprach Bürgermeister Joachim Bieber davon, den Jugendtreff „demnächst“ zu eröffnen. Hier würden wir uns eine etwas genauere Zeitangabe wünschen.

Wenn die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung fehlschlägt oder erst gar nicht zustande kommt, und dadurch kein selbstverwaltetes Zentrum entsteht, werden wir auch weiterhin für unser Konzept des Mil-Z kämpfen.

Schuppige Straßenkunst

Manchmal fühlt man sich in Aschaffenburg wie in einem unfreundlichen Aquarium: Es regnet und zähnefletschende Fische lauern an allen möglichen und unmöglichen Ecken.
Schuld daran ist ein sehr fleißiger Artist, dessen Werke man auch auf flickr anschauen kann (und muss – die Halbwertszeit auf der Straße ist doch recht beschränkt). (mehr…)

Top-Down Kultur im Bahnhofsviertel

Es wird groß gebaut in Aschaffenburg – das „Tor zur Welt“ entsteht, ein „Face-Lifting des Quartiers“, „Aufbruchstimmung weht durch die Straßen“, „Soziale Stadt“ und das „Quartier“ hat nun auch ein eigenes, neues Logo. Gipfeln wird der Rausch der Schlagworte in ein „nicht-kommerzielles“ Fest in der „Dreifaltigkeit Gewerbe, Medizin und Kultur“ (O-Ton Quartiersbeirat). Ja, das Bahnhofsviertel erfindet sich neu – pardon – es wird gerade neu erfunden. Das Ziel der baulichen Maßnahmen zumindest ist relativ klar. Aschaffenburg, speziell das Bahnhofsviertel, soll in eine weitere stinklangweilige, sterile, aber durchdesignte Einkaufswelt verwandelt werden. (mehr…)

Jugendtreff Miltenberg: Etappensieg?

Wir zitieren den Boten vom Untermain von heute:

„Die Stadt [Miltenberg] will in der Mainstraße 13 einen Jugendtreff einrichten – wenn das Landratsamt den entsprechenden Bauantrag genehmigt. … Der Bauantrag steht auf der Tagesordnung des städtischen Bauausschusses am heutigen Mittwoch. »Die Stelle eines Jugendpflegers wollen wir demnächst ausschreiben«, sagte Bieber [Bürgermeister von Miltenberg].
Laut Bauamtsleiter Reinhold Schöpf umfasst der potenzielle Jugendtreff auf rund 120 Quadratmetern einen großen Raum mit Küche und zwei Toiletten. … (mehr…)

Freiraum ist Leben – Für ein unabhängiges Zentrum

„Freiraum ist Leben – Für ein unabhängiges Zentrum“ und „Miltenberg – We will rock you …“ sowie „Miltenberg geht baden – sonnen für ein autonomes Zentrum“ – das waren die Texte der Transparente, die bei einer spontanen Aktion am gestrigen Samstag knapp ein Dutzend junge Leute in Miltenberg mitführten. Wieder ging es vom Bahnhof zum Engelplatz vor das Rathaus. Und sogar das im letzten Sommer entstandene Transparent mit dem Aufruf zum Sonnenbaden war an diesem Februartag nicht falsch: Es herrschte bestes Frühlingswetter, das dann auch dazu führte, dass zahlreiche Bürgerinnen und Bürger stehen blieben und mit den Leuten der Jugendinitiative für ein unabhängiges Zentrum (JuZ) diskutierten, sich informierten und die beiden Flugblätter mitnahmen, die die JuZ erstellt hatte. (mehr…)

Gruß nach Miltenberg!

Wir kopieren von YOUTUBE:

Seit über einem Jahr kämpft die „Jugendinitiative für ein unabhängiges Zentrum“ (kurz: JuZ) in Miltenberg für ihr ausgearbeitetes Freiraum-Konzept „Miltenberger Zentrum“ (Mil-Z). Mit vielen bunten Aktionen machten die Jugendlichen auf sich aufmerksam (einen kleinen Einblick bietet hierbei dieses Video).
Berichte, Stellungnahmen und das Freiraumkonzept Mil-Z findet ihr hier:
WWW.MIL-Z.DE.VU

Kunstgenuss darf nicht vom Eintrittspreis abhängig sein

„Kunstgenuss darf nicht vom Eintrittspreis abhängig sein.“ Unter diesem Motto steht die Veranstaltungsreihe „Kultur für Alle“, die seit einigen Jahren in Miltenberg läuft. Der damit verbundene Anspruch ist eine richtige Reaktion auf unsere Zeit, in der „Hochkultur“ als „weicher Standortfaktor“ aus Steuergeldern massiv staatlich gefördert wird und dennoch die Eintrittspreise meist bestimmte Bevölkerungsschichten ausschließen; eine Zeit auch, in der alternative Projekte wie das AbaKuZ in Aschaffenburg oder die Jugendinitiative für ein unabhängiges Zentrum in Miltenberg – die beide für preiswerte kulturelle Veranstaltungen stehen – die angemahnte staatliche Förderung nicht erhalten oder sogar argwöhnisch als abweichend und unliebsam beäugt werden.

Der Freundeskreis Café fArbe e.V. und das „Café für Arbeit und für Farbe mitten im Leben“ (Café fArbe) der Caritas können in Miltenberg wenigstens ab und zu einen anderen Akzent setzen und bringen dabei ein buntes und durchaus anspruchsvolles Programm vom Folk-Abend über das Sommer-Open-Air bis hin zum Klarinetten- oder Flötenkonzert und der Dichterlesung. Vor direkt politischen Aktivitäten scheuen sie auch nicht zurück, wenngleich diese eher selten stattfinden (siehe die Veranstaltung zum 1. Mai); aber schon der Ansatz „Kultur für Alle“ ist alles anderes als unpolitisch. Und schließlich trifft sich im Café fArbe (Franziskushaus am Engelplatz) auch die oben schon genannte Jugendinitiative zu ihren wöchentlichen Vollversammlungen; auch dies eine (kultur-)politische Funktion des Cafés.




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