subradical http://subradical.blogsport.de Ein weiteres tolles WordPress Blog Tue, 01 Jun 2010 22:16:59 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Wir stellen die Arbeit an diesem Blog ein http://subradical.blogsport.de/2010/06/01/wir-stellen-die-arbeit-an-diesem-blog-ein/ http://subradical.blogsport.de/2010/06/01/wir-stellen-die-arbeit-an-diesem-blog-ein/#comments Tue, 01 Jun 2010 21:17:04 +0000 Administrator blog http://subradical.blogsport.de/2010/06/01/wir-stellen-die-arbeit-an-diesem-blog-ein/ Wer hier noch stöbern möchte, kann das am besten im Archiv tun.
Zahlreiche andere interessante lokale Websites findet ihr nach wie vor in der Sidebar.
Die Hauptgründe dafür sind privater und persöhnlicher Natur und deswegen hier kein Thema.
Diskutiert werden darf natürlich der Sinn und Zweck eines solchen Blogs im Allgemeinen, kritischer Kritik und liebevollen Beschimpfungen sind wir auch nicht abgeneigt.
Die Kommentare werden noch eine Weile moderiert.

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Rüdiger statt Guildo Horn http://subradical.blogsport.de/2010/05/31/ruediger-statt-guildo-horn/ http://subradical.blogsport.de/2010/05/31/ruediger-statt-guildo-horn/#comments Mon, 31 May 2010 06:52:28 +0000 Gastbeitrag kultur http://subradical.blogsport.de/2010/05/31/ruediger-statt-guildo-horn/ Zugegangen ist uns eine Einladung des Erwerbslosentreffpunkts in Obernburg zum nächsten Konzert von Rüdiger Horn (Songs, Folk):

Das Café fifty moechte den Sommer mit Liedern locken und laedt ein zu einem Benefizkonzert von Rüdiger Horn .

Zeit: Freitag 04.06.2010 ab 18:00 Uhr
Ort : Cafe fifty
Römerstrasse 41, Obernburg

Vielleicht waren Sie schon bei einem der beiden Benefiz-Konzerte von Rüdiger Horn in 2009 bei uns und haben eine gute Zeit gehabt? Wenn nicht, so ist jetzt gute Gelegenheit unser swingendes Café fifty kennen zu lernen.

Wenn Sie selber an diesem Abend nicht koennen, sagen Sie es weiter, schicken Sie die Einladung weiter, vielleicht haben Sie noch ein freies Plaetzchen fuer unseren Poster, machen Sie Werbung fuer uns, alleine damit schon helfen Sie uns!

- der Eintritt ist frei
- ab 18:00 bieten wir Getränke, Salate, Würstchen vom Grill zu sozialen Preisen
- wenn uns das Wettern nicht hold ist, so sind wir mit Zelt und Pavillons vorbereitet

- ALLE EINNAHMEN KOMMEN DEM CAFE FIFTY ZUGUTE!

Vielleicht gibt Ihnen die Hörprobe aus Rüdiger Horns umfangreichem Repertoire (WMV) den entscheidenden Anstoss.

Wir freuen uns auf Sie
Ihr Team vom Café fifty

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MAO hat Daten zu Aschaffenburg http://subradical.blogsport.de/2010/05/27/mao-hat-daten-zu-aschaffenburg/ http://subradical.blogsport.de/2010/05/27/mao-hat-daten-zu-aschaffenburg/#comments Thu, 27 May 2010 07:24:39 +0000 mb politik & widerstand http://subradical.blogsport.de/2010/05/27/mao-hat-daten-zu-aschaffenburg/ Da sag mal einer, Internetrecherche würde nichts bringen. Bereits ein nur kurzer Blick in die Seiten des MAO-Projektes (Materialien zur Analyse von Opposition) brachte es an den Tag: Da gibt es eine Auflistung von interessanten Ereignissen aus den frühen Jahren der linken Bewegung in unserer Region. Eine kurze Email am gestrigen Abend führte sogleich zur Erlaubnis des Nachdrucks auf kommunal.tk und zum Versprechen von Jürgen Schröder, auch die wenigen vorhandenen Daten aus dem Kreis Miltenberg alsbald online zu stellen.

Für die Älteren unter uns mögen wehmütige oder auch wütende Erinnerungen mit den bei MAO publizierten Daten verbunden sein. Die Jüngeren mögen die Vielfalt der Gruppen, die Aktionen, aber auch den Dogmatismus und die Spaltungen bewundern oder auch belächeln. In jedem Fall sind diese Ereignisse Teil unserer Geschichte:

Zu den frühen Jahren der linken Bewegung in Aschaffenburg und Main-Spessart, 1969 – 1980 (gefunden auf http://www.mao-projekt.de/)

Vielleicht fühlt sich jetzt mancher der Älteren unter uns angeregt, alte Dokumente zur Verfügung zu stellen; diese bitte einscannen und an kommunal@gmx.net senden. Danke!

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Griechenland: Flüchtlinge & Sozialabbau http://subradical.blogsport.de/2010/05/26/griechenland-fluechtlinge-sozialabbau/ http://subradical.blogsport.de/2010/05/26/griechenland-fluechtlinge-sozialabbau/#comments Wed, 26 May 2010 13:44:52 +0000 Gastbeitrag bildung & soziales politik & widerstand http://subradical.blogsport.de/2010/05/26/griechenland-fluechtlinge-sozialabbau/

Aus einer interessanten Presseerklärung der DAGA (Deutsch-Ausländische Gesellschaft Alzenau) vom 13.05.2010:

Bei der Jahreshauptversammlung der DAGA wurde die aktuelle Initiative von „Pro Asyl“diskutiert.
In den vergangenen zwei Jahren sind über Zehntausend Kinderflüchtlinge in Griechenland gestrandet. Viele von ihnen sind ohne jegliche Begleitung aus Ländern wie Afghanistan und Somalia geflohen. Wenn sie in Griechenland erstmals das Gebiet der Europäischen Union betreten, bedeutet das jedoch keineswegs Schutz oder ein Ende ihres Leidenswegs. Regelmäßig werden auch Kinder unter menschenunwürdigen, gesundheitsgefährdenden Bedingungen inhaftiert und danach einfach auf die Straße gesetzt. Nichts und niemand schützt sie vor Ausbeutung und Gewalt, sie wissen nicht wohin. Die DAGA unterstützt eine Postkarten-Aktion, in der „Pro Asyl“ an den Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière und die EU-Kommissarin für Inneres, Cecilia Malmström, appelliert, sich persönlich für den Schutz der Kinderflüchtlinge einzusetzen:
- Kinder dürfen in der Europäischen Union keinesfalls eingesperrt, drangsaliert und schutzlos auf die Straße gesetzt werden.
- Das Wohl des Kindes hat oberste Priorität. Im Interesse der Kinder muss eine humanitäre Lösung gefunden werden. Eine Aufnahme in Deutschland und anderen EU-Staaten ist zu organisieren.
 
Die Insel Lesbos liegt nur wenige Kilometer von der türkischen Küste entfernt. Täglich kommen hier Dutzende Bootsflüchtlinge an. Seit 2007 dokumentiert die Organisation „Pro Asyl“, wie es diesen Menschen ergeht: Ankommende wurden ausnahmslos in das Haftlager Pagani gebracht und dort teilweise monatelang festgehalten. In den Sommermonaten 2009 waren in der Regel 800-1.000 Menschen inhaftiert, darunter viele Minderjährige und Familien mit Kindern. Bei der Flucht mit dem Schlauchboot über das Meer verloren die meisten jedes Hab und Gut, viele sogar buchstäblich das letzte Hemd. Bereits im Juni 2008 hat „Pro Asyl“ ein Kooperationsprojekt gemeinsam mit dem Ökumenischen Flüchtlingsprogramm der griechisch-orthodoxen Kirche initiiert, um besonders schutzbedürftigen Menschen in diesem Lager zur Seite zu stehen. Das Projekt zielte darauf ab, unbegleitete Minderjährige sowie andere besonders Schutzbedürftige zu identifizieren, sie zu beraten und ihnen rechtlichen Beistand zu leisten.

In einem weiteren Beitrag setzte sich DAGA-Vorstandsmitglied Heinz Klein mit den Sparmaßnahmen und dem Abbau des Sozialstaates in Griechenland auseinander.

Der griechische Sozialstaat ist zum Abschuss frei gegeben

Immer wenn durch Katastrophen, Krieg oder Krisen die Not am größten ist, wird die Gesellschaft einer ökonomischen Schock-Behandlung unterzogen, mit deren Hilfe neoliberale Reformen im Eiltempo umgesetzt werden, die ansonsten am Widerstand der Bevölkerung scheitern würden Unter der Schockstarre des Beinahe-Bankrotts, der sich erst durch die Hinhaltetaktik der deutschen Regierung manifestierte, verabreichen nun IWF und die EU unter deutscher Führung Griechenland ihre bittere Medizin. Noch bevor die Rettungsspritze aufgezogen ist, muss Griechenland historische Reformen in Angriff nehmen, von denen nur ein kleiner Teil dazu geeignet ist, die strukturellen Probleme des Landes wirklich zu lösen. Die Chancen, aus eigenen Kräften die Krise zu meistern und halbwegs unbeschadet aus ihr herauszukommen, sind nun ein für alle Male passé.
Gefühlt und unterstützt von den Hetzartikeln in Bild, Spiegel u.a. gibt der griechische Staat mindestens doppelt so viel aus wie der haushaltsdisziplinierte deutsche Staat. Doch das Gefühl täuscht. Nimmt man die OECD- Statistiken ergibt sich nur ein unspektakulärer Unterschied zwischen Griechenland zur  BRD von 0,2 bis  2,4% der Staatsausgaben bezogen auf das Bruttoinlandsprodukt. Die Einkommen- und Vermögensbesteuerung  ist jedoch wesentlich geringer. So beträgt die Einkommenssteuerquote von 7,46% des BIPs fast die Hälfte des Eurozonendurchschnitts von 13,85%. Grund für diese Einnahmendefizite sind zum Einen relativ niedrige Steuersätze für Besserverdiener und zum Anderen ein komplett ineffizientes Steuerfahndungssystem, was dazu führt, dass viele Selbstständige und Unternehmer schlichtweg keine Steuern bezahlen und dafür noch nicht einmal belangt werden, wenn sie die richtigen Verbindungen haben.
Wenn man Griechenland wirklich reformieren wollte, dann müsste man die Einkommenssteuer auf Eurozonen-Niveau anheben. Ergebnis: Mehreinahmen auf einem Schlag um 21,5 Milliarden Euro – fast die Hälfte der eingeforderten Konsolidierungsmaßnahmen. Wenn es dem Staat gelingen sollte, die Hälfte der Schattenwirtschaft in den ordentlich versteuerten Sektor zurückzuführen, wären Steuermehreinnahmen in ähnlicher Höhe zu verzeichnen, womit Griechenland ohne Radikalkur innerhalb der Maastricht-Kriterien ankommen würde. Die neoliberale Schock-Strategie geht jedoch weit über Reformen des Steuer- und Rentensystems hinaus. Was hierzulande als Raubbau am Staat über Jahrzehnte hinweg vorgenommen wurde, droht Griechenland im Eiltempo: Privatisierung der Staatsbetriebe, die Einführung einer kapitalbasierten privaten Rente, die Privatisierung des Gesundheitssystems und natürlich die Öffnung des Marktes für die europäische Konkurrenz. An der „Rettung“ der Hellenen lässt sich viel mehr Geld verdienen als an einem Staatsbankrott. Der griechische Sozialstaat ist zum Abschuss freigeben.

Weitere Infos zu Griechenland finden sich z.B. bei kommunal.

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http://subradical.blogsport.de/2010/05/26/griechenland-fluechtlinge-sozialabbau/feed/
[`solid] Aschaffenburg solidarisch http://subradical.blogsport.de/2010/05/25/solid-aschaffenburg-solidarisch/ http://subradical.blogsport.de/2010/05/25/solid-aschaffenburg-solidarisch/#comments Tue, 25 May 2010 13:28:35 +0000 Gastbeitrag politik & widerstand http://subradical.blogsport.de/2010/05/25/solid-aschaffenburg-solidarisch/ Die Linksjugend [`solid] Aschaffenburg schreibt:

Die Linke hats geschafft! Mit 5,6% ist sie erstmalig in den NRW Landtag eingezogen.
Soweit so gut.
Aber was kommt jetzt?!
Knallharter Oppositionskurs, bestehend aus Kapitalismuskritik, das Aufzeigen von Alternativen zum Kapitalismus, Antifaschismus, konsequente Friedens- und Abrüstungspolitik, für demokratische Rechte und für kostenlose Bildung?
Von wegen.
Die Linke führt allen Ernstes mit SPD und Grünen derzeit Sondierungsgespräche um als Mehrheitsbeschaffer nun endlich am Fleischtopf der Macht zu sitzen.
Wir solidarisieren uns mit unseren GenossInnen der linksjugend [`solid] Aachen.

mehr dazu hier

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Mahle-Konzern: Übernahme auf Kosten der Belegschaft http://subradical.blogsport.de/2010/05/23/mahle-konzern-uebernahme-auf-kosten-der-belegschaft/ http://subradical.blogsport.de/2010/05/23/mahle-konzern-uebernahme-auf-kosten-der-belegschaft/#comments Sun, 23 May 2010 22:19:08 +0000 Gastbeitrag betrieb & gewerkschaft politik & widerstand http://subradical.blogsport.de/2010/05/23/mahle-konzern-uebernahme-auf-kosten-der-belegschaft/ Beim Mahle Werk 8 in Alzenau wurde die Schließung mit 2 Jahren Kurzarbeit und einem Jahr Beschäftigungsgesellschaft verkleidet. Bei Behr Werk 8 werden jetzt 3 Jahre Transfergesellschaft verhandelt. Worum geht es? Die Leute sind so oder so in 100% Kurzarbeit, bezahlt aus unseren Beiträgen. Es gibt Aufzahlungen, teilweise Weihnachts- und Urlaubsgeld, aber das alles wird von der Abfindung abgezogen.
Meistens werden noch Versprechungen gemacht, wie die Suche nach neuen Produkten für Alzenau, von denen von vorneherein klar ist, dass sie nicht ernst gemeint sind.

Dies ist ein Auszug aus einem Bericht in der Online-Zeitschrift TREND zur Übernahme der Firma Behr durch Mahle; der ganze Text findet sich hier.

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Ein Kruzifix und Männer in Frauenkleidern http://subradical.blogsport.de/2010/05/23/von-kruzifixen-und-maennern-in-frauenkleidern/ http://subradical.blogsport.de/2010/05/23/von-kruzifixen-und-maennern-in-frauenkleidern/#comments Sun, 23 May 2010 09:33:47 +0000 Gastbeitrag kultur politik & widerstand http://subradical.blogsport.de/2010/05/23/von-kruzifixen-und-maennern-in-frauenkleidern/ Nicht weniger als den Einsatz des Paragraf 166 StGB („Beschimpfung des religiösen Bekenntnisses“) fordert Aschaffenburgs CSU-Bundestagsabgeordneter Norbert Geis. Was ist geschehen? Lassen wir ihn selbst berichten (zitiert nach kath.net): „Das Titelbild der Aprilausgabe des Satiremagazins `Titanic´ nimmt die Missbrauchsskandale in der katholischen Kirche zum Anlass, einen katholischen Bischof zu zeigen, der seinen Kopf dem Geschlechtsbereich des gekreuzigten Heilands zuneigt. … Zumindest mit diesem Hinweis auf den Missbrauchsskandal ist die Abbildung der Haltung des Bischofs eindeutig. Nur ein sehr einfältiges Gemüt kann dies anders deuten.“


Titanic vom April (Titelbild) und Mai 2010 (Reaktionen); Foto: Archiv kommunal


Da möchte ich ihm doch zurufen: „Lieber Norbert Geis, ich bin römischer Katholik wie Sie. Mag sein, dass ich ein `einfältiges Gemüt´ habe; aber: Der Würdenträger kniet erstmal nur vor dem Kruzifix. Vielleicht reinigt er es auch. Oder er betet. Letzteres wäre die absolut naheliegende Interpretation, denn was sonst sollte ein Geistlicher vor dem Abbild des Menschensohnes tun? Jedem aufrechten Christen muss zuallererst diese Deutung des Bildes in den Sinn kommen! Ihnen nicht?
Nun gut, die blutende Seitenwunde hat mich dann auch stutzig gemacht. Da leidet Jesus ganz fürchterlich, dachte ich mir. Über was? – Da aber fielen auch mir die täglich mehr werdenden Skandale innerhalb unserer Mutter Kirche ein. Also: Ein Geistlicher bittet den ob der Fehlbarkeit der Kirche leidenden Gottessohn um Vergebung für die Fehler eben jener Kirche. So können wir es also jetzt interpretieren, das Titelbild der Titanic.
Sie tun das aber offenbar nicht, Sie sehen darin einen Akt von Fellatio. Schämen Sie sich da jetzt nicht wenigstens ein kleinwenig, sehen Sie da nicht Ihren Ruf als Saubermann der CSU in Gefahr?“ Soweit das, was unsereins mal dem Herrn Bundestagsabgeordneten sagen wollte.
Interessant auch, dass der am ersten Weihnachtstag 1940 geborene und schon damit für christliche Belange höchst sensible CSU-Stadtrat Dr. Bernd Pattloch aus Aschaffenburg Norbert Geis in einem Leserbrief an die katholische Tagespost beispringen musste und ebenfalls den harten Hammer des Strafgesetzes angewandt wissen wollte: „Was wird nun aus Paragraph 166 StGB?“
Das wissen wir nicht; wir hoffen aber, dass das Strafgesetz in aller Härte gegen Missbraucher inner- und außerhalb der Kirche angewandt wird. Denn der massenhafte gewaltförmige und sexualisierte Missbrauch – und nicht ein Titanic-Titelbild – ist der wirkliche Skandal. Und: Nach allem, was unsereins von dem Nazarener weiß, der vor rund 2000 Jahren in Palästina predigte, stört diesen Jesus das bewusst interpretierbar gehaltenen Titanic-Titelbild ebenfalls nicht; eher die sexualisierte Interpretation durch Menschen, die vorgeben, sich auf ihn zu berufen. Und noch etwas: Dieser Jesus ist dann doch erheblich sympathischer als die sich auf ihn berufenden kirchlichen Funktionsträger, oftmals Männer, die in bodenlangen Frauenkleidern herumlaufen, was zu einer ganz anderen Interpretation Anlass geben könnte. Aber unsereins hat da weit weniger Phantasie als die Herren Geis und Pattloch.

Manfred M. Krug

Wer mehr über Norbet Geis wissen möchte, informiere sich in älteren subradical-Beirägen: HIER und HIER

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Katastrophale Zustände http://subradical.blogsport.de/2010/05/19/katastrophale-zustaende/ http://subradical.blogsport.de/2010/05/19/katastrophale-zustaende/#comments Wed, 19 May 2010 15:52:34 +0000 Gastbeitrag antifaschismus bildung & soziales http://subradical.blogsport.de/2010/05/19/katastrophale-zustaende/ In der Asylbewerberunterkunft in Aschaffenburg herrschen katastrophale Zustände: Zu diesem Schluss sind die Macher eines TV-Berichts gekommen, der in der Abendschau des Bayerischen Fernsehens ausgestrahlt wurde. Die Journalisten fanden unter anderem eine Gemeinschaftsdusche für 60 Personen und eine freiliegende Elektroinstallation vor.
Obwohl solche Lebensbedingungen inakzeptabel sind, ist derzeit noch ungeklärt, wer die Kosten der 80 000 Euro teuren Sanierung übernimmt. (nach Main-Echo, 15.05.10)

Der Rediobericht dazu findet sich hier.

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Solidarität ist machbar, Frau Nachbar! http://subradical.blogsport.de/2010/05/18/solidaritaet-ist-machbar-frau-nachbar/ http://subradical.blogsport.de/2010/05/18/solidaritaet-ist-machbar-frau-nachbar/#comments Tue, 18 May 2010 13:18:04 +0000 Gastbeitrag antifaschismus politik & widerstand http://subradical.blogsport.de/2010/05/18/solidaritaet-ist-machbar-frau-nachbar/ Doch: Internationale Solidarität ist möglich, auch direkt vor Ort; und auch in der Provinz. Das beweist nicht zuletzt seit Jahrzehnten die weltweite Organisation Amnesty International. Ihre Miltenberger Kreisgruppe unterstützt mit ihrer Aktion Briefe gegen das Vergessen derzeit den Iraner Emadeddin Baghi durch eine Kampagne, in der möglichst viele Briefe an Ayatollah Sadeqh Larijani sowie in Kopie an die Botschaft der Islamischen Republik Iran in Berlin gehen. Als Beispiel für eine gute solidarische Aktion seien hier die Übersetzung des Briefes und nachstehend noch Informationen zur Situation von Emadeddin Baghi gebracht:

Brief

Ich schreibe Ihnen, um meiner Betroffenheit über die Verhaftung des bekannten Menschenrechtlers Emadeddin Baghi am 28.Dezember 2009 Ausdruck zu geben, die nach Demonstrationen an Aschura in Teheran und anderen Städten erfolgte.
[Aschura ist ein Fest im Iran. Wikipedia schreibt dazu: Aschura, teils auch Ashura, wird der zehnte Tag des islamischen Monats Muharram genannt, des ersten Monats im islamischen Kalender. An diesem Tag gedenken die Schiiten des Todes von Imam Husain in Kerbela. Auch für die Aleviten ist Aschura ein bedeutender Tag.]
Ich bin besonders besorgt, weil Herrn Baghis Gesundheit angegriffen ist und er in der Haft Misshandlungen und medizinischer Unterversorgung ausgesetzt sein dürfte. Während seiner vorherigen Gefangenschaft von Oktober 2007 bis Oktober 2008 erlitt er Schlaganfälle und einen Herzschlag, und der Zugang zur Toilette wurde ihm versagt, was zu Nierenproblemen führte. Er erhielt keine angemessene medizinische Versorgung.
Von den iranischen Behörden wurde er wiederholt wegen seines friedlichen Einsatzes für die Menschenrechte verfolgt; seine Vereinigung zur Verteidigung der Rechte von Gefangenen wurde geschlossen und er wurde daran gehindert, den angesehenen Martin Ennals-Preis für Menschenrechtsaktivisten im November 2009 in Empfang zu nehmen.
Ich fordere, dass Emadeddin Baghi während seiner Inhaftierung Kontakt mit seiner Familie, seinem
Rechtsanwalt und jegliche notwendige medizinische Versorgung erhält. Ich fordere ebenfalls, sicherzustellen, dass er keinerlei Folter oder Misshandlung ausgesetzt wird. Schließlich ist Emadeddin Baghi Gewissensgefangener und ich fordere deshalb seine sofortige und bedingungslose Freilassung.
Danke für Ihre Aufmerksamkeit.

Die Fallbeschreibung

Der Menschenrechtsverteidiger, Journalist und Autor Emadeddin Baghi wurde am 28. Dezember 2009 um 6.45 Uhr in seinem Haus festgenommen. Vier Bewaffnete hatten sich gewaltsam Zugang zu seinem Haus verschafft, wo sie auf Emadeddin Baghis Schwager einschlugen. Die Polizeiangehörigen in Zivil zeigten dabei kurz einen Haftbefehl, in dem kein Name genannt war. Als Emadeddin Baghi sagte, dass er im Gefängnis stark bleiben werde, entgegneten ihm die Polizisten, er brauche sich nicht anzustrengen, da er im Gefängnis nicht lange überleben werde. Seine Festnahme erfolgte kurz nachdem ein Interview mit dem Geistlichen Ayatollah Montazeri, das Emadeddin Baghi zwei Jahre zuvor geführt hatte, ausgestrahlt worden war.
Emadeddin Baghi wurde bereits mehrere Male inhaftiert. Nach seiner jüngsten Festnahme rief der Menschenrechtsverteidiger seine Familie an und bestätigte, dass er sich in Trakt 240 des Evin- Gefängnisses in Teheran befinde. Er hat seither weder weiteren Kontakt zu seiner Familie noch zu einem Anwalt oder Arzt aufnehmen dürfen. Amnesty International betrachtet ihn als gewaltlosen politischen Gefangenen.
Emadeddin Baghi gründete 2002 die Vereinigung zur Verteidigung der Rechte von Gefangenen (Association for the Defence of Prisoners‘ Rights), eine Organisation, die Informationen über Folter und andere Misshandlungen von Gefangenen zusammenträgt. Im August 2009 wurde die Organisation von den Behörden geschlossen. Bereits seit Oktober 2004 wird Emadeddin Baghi die Ausreise verwehrt. Daher war es ihm im November 2009 nicht möglich, den Martin-Ennals-Preis für Menschenrechtsverteidiger in Genf persönlich entgegenzunehmen.

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Wir sind gekommen, um zu bleiben! http://subradical.blogsport.de/2010/05/16/wir-sind-gekommen-um-zu-bleiben/ http://subradical.blogsport.de/2010/05/16/wir-sind-gekommen-um-zu-bleiben/#comments Sun, 16 May 2010 08:22:43 +0000 mb politik & widerstand subkultur & freiräume http://subradical.blogsport.de/2010/05/16/wir-sind-gekommen-um-zu-bleiben/

Der gestrige Samstag brachte der Miltenberger Innenstadt mal wieder eine bunte Bereicherung. Knapp 20 junge Leute aus der JuZ (Jugendinitiative für ein unabhängiges Zentrum) zogen vom Bahnhof durch die Innenstadt, liefen demonstrierend mehrfach durch die Fußgängerzone und erläuterten mit Transparenten, Flugblättern und Megaphon-Durchsagen ihre Ziele. Am historischen Markplatz richteten sie sich dann ein, grillten „vegane Schnitzel“ und forderten die Zuschauenden auf, sich an Essen und Trinken (Softgetränke und Bier – leider Öttinger) zu bedienen, was erwartungsgemäß nicht auf sonderlichen Zuspruch stieß. So verzehrten die JuZ-Leute die Sachen halt selbst.
Die Polizei beschränkte sich – nachdem sie vor dem Abmarsch am Bahnhof kurzfristig telefonisch über die Eilveranstaltung informiert worden war – auf eine Begleitung in die Innenstadt und erschien dann erst später wieder, um das Ende der Veranstaltung anzumahnen. Die Presse kam mit einer Fotografin und auch die Touristen fotografierten und filmten die Demonstration.
Es scheint so zu sein, dass die JuZ zum festen Bestandteil Miltenbergs geworden ist. Zumindest was die Berücksichtigung als touristische Attraktion betrifft. Denn von den Stadtoberen gilt die Initiative mit ihrem Konzept eines selbstverwalteten Jugend- und Kultur-Zentrums (genannt Mil-Z – Miltenberger Zentrum) nicht als verhandlungsfähig. Daher ist zu vermuten, dass dies nicht die letzte Aktion war.

Denn ohne Räume werden die JuZ-Leute auch weiterhin darauf angewiesen sein, öffentliche Plätze und Straßen zu nutzen, um sich zu treffen und zu feiern. Wie sagt schon Lucy Van Pelt auf dem Transparent, das der Demonstration vorangetragen wurde: „Wir sind gekommen, um zu bleiben!“


Die Demonstration …


endete am Marktplatz, …


wo Musik spielte …


und ein Grill aufgebaut wurde.

Fotos: Archiv kommunal

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